Glanz und Wärme in der Wiblinger Basilika

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„Habt Ihr gehört, der heil’ge Christ zu Betlehem geboren ist?“ Drei rote Kerzen leuchteten auf dem Adventskranz, die Strohsterne funkelten im Lichterglanz des Weihnachtsbaumes und von überall her waren die Gläubigen herbei geeilt: In der Basilika Wiblingen fand das traditionsreiche „Wiblinger Adventssingen“ statt.

Der Begriff „Tradition“ kann durchaus wörtlich genommen werden: Zum 40. Mal wurde am dritten Adventssonntag das vorweihnachtliche Beisammensein gefeiert.

Dass der Zustrom an Besuchern ungebrochen ist, nimmt nicht Wunder. Stimmungsvoll und bis ins Detail mit höchster Konzentration gestaltet, lässt die Herzenswärme der Veranstaltung die frische Raumtemperatur des altehrwürdigen Gotteshauses vergessen. „Tausend Englein im Chor, singen dir etwas vor“, gab der Tenor Joung-Woon Lee gemäß Schuberts „Wiegenlied“ gemeinsam mit dem Chor der Basilika zum Besten. Und tatsächlich: Ob Marika Kratzschs himmlische Harfentöne, Sabine Wochniks und Carmen Rauschenbergers verzauberndes Querflötenspiel oder Susanne Treß an der Orgel – die schwebend-zarte Leichtigkeit der Klänge und die Harmonie der Akteure nehmen alle Jahre wieder von Neuem für sich ein.

Längst haben sich die Blechbläser vom Musikverein Wiblingen unter der Leitung von Matthias Kamp ihren Platz gesichert. Nicht nur bei Humperdincks „Abendsegen“ glänzten Instrumente und Interpretation. Wechsel im Programmablauf, wie von Schuberts „Wiegenlied“ zu „Annie’s Dream“  von Christoph Walter meisterhaft inszeniert, fesselten alle Zuhörer.

Wolfgang Treß hatte als Gesamtleiter viel Fingerspitzengefühl gezeigt. So hatten Hektik, Alltagsorgen und Stress keine Chance mehr, als die Klasse 4 der Sägefeldschule zum alljährlichen Krippenspiel lud. Die Hirten in Pelzen, die Heiligen Drei Könige in üppigen Gewändern, Maria und Josef an der Krippe stehend – mit viel Liebe zum Detail wurde das Wunder der Heiligen Nacht erzählt. Und wenn Katharina Mazalla mit ihrem klaren Sopran „Stille Nacht, heilige Nacht“ anstimmt, kann Weihnachten kommen. Nach dem gemeinsam gesungenen „O du fröhliche“ und begeistertem Applaus  entließen die Akteure ihre festlich gestimmten Besucher. Sibylle Schäfer

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