Die Lola zwischen Kommerz und Kunst

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Kommerziell erfolgreiche Filme werden nur selten mit Preisen überhäuft. Da gilt für den Oscar - und ebenso für die Lola. So ist es bemerkenswert, dass "Fack ju Göhte" mit seinen 7,1 Millionen Zuschauern heute Abend bei der 64. Verleihung des Deutschen Filmpreises eine Rolle spielen könnte.

Bora Dagtekins Schulkomödie ist für vier Lolas nominiert, auch in der Königskategorie Bester Spielfilm. Dabei tritt sie gegen den mit neun Nominierungen favorisierten Alpen-Western "Das finstere Tal" von Andreas Prochaska (neun Nominierungen, bislang knapp 100 000 Besucher) an. Im Rennen sind ebenso Edgar Reitz sechsmal nominiertes grandioses Epos "Die andere Heimat" (122 000 Zuschauer), die surreale Tragikomödie "Finsterworld" (75 000 Zuschauer), der Low-Budget-Liebesfilm "Love Steaks" (bislang 18 000 Zuschauer) und das Geschichts-Drama "Zwei Leben" (150 000 Zuschauer).

Auf den Preis für die beste weibliche Hauptrolle hoffen drei Darstellerinnen: Carla Juri ("Feuchtgebiete"), Juliane Köhler ("Zwei Leben") und Jördis Triebel ("Westen"). Als beste Schauspieler stehen Dieter Hallervorden ("Sein letztes Rennen"), Sascha Alexander Gersak ("5 Jahre Leben") und Hanno Koffler ("Freier Fall") zur Wahl.

Den Ehrenpreis für das Lebenswerk erhält der 69-jährige Filmemacher Helmut Dietl ("Schtonk", "Zettl"). Die Lola ist mit Preisgeldern von insgesamt rund drei Millionen Euro der höchstdotierte deutsche Kulturpreis.

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