Deutschkurse in Brasilien bei Stefan Zweig

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Das Haus mit dem Blick in die Berge bei Rio war seine letzte Station. Dort zog der österreichische Schriftsteller und überzeugte Pazifist Stefan Zweig 1942 seine Konsequenz aus dem Weltgeschehen, indem er sich zusammen mit seiner zweiten Frau das Leben nahm. 1939 war er vor den Nazis nach England geflohen, 1940 über New York nach Brasilien gekommen. Nun sollen in seinem damaligen Haus in Petrópolis Brasilianer Deutsch lernen und Künstler ihre Werke zeigen. Die "Casa Stefan Zweig", rund 80 Kilometer von Rio de Janeiro entfernt, ist seit Samstag ein Kulturzentrum. Die Gedenkstätte solle "ein Museum, ein Platz für Ausstellungen und ein Ort, an dem sich Künstler treffen und Kunst gelehrt wird" sein, erklärt Zweig-Biograf Alberto Dines, der sie vor acht Jahren initiierte. Denn heute erinnern sich in Brasilien nicht viele an Stefan Zweig. Nur wenige Menschen wissen, dass der viel zitierte Satz "Brasilien, ein Land der Zukunft" auf den Titel eines seiner Bücher zurückgeht.

"Öffentliche Unterstützung gab es anfangs kaum." So sei es "einer kleinen Gruppe Bewunderer von Stefan und seiner Frau Lotte" zu verdanken, dass das Zweig-Zentrum entstand. Dort soll im Oktober die erste große Ausstellung über das Werk des Schriftstellers gezeigt werden. Auch über weitere Exilanten, die in Brasilien eine Heimat fanden, informiert das Museum.

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