Das West-Eastern Divan Orchestra und eine Akademie

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Ein Friedensprojekt nimmt Gestalt an: Nach dem Vorbild seines weltberühmten West-Eastern Divan Orchestra gründet Daniel Barenboim in Berlin eine Akademie für Musiker aus Nahost. Das Zentrum, in dem junge Menschen aus der arabischen Welt und Israel ausgebildet werden sollen, entsteht für 28,5 Millionen Euro im einstigen Magazingebäude der Staatsoper Unter den Linden und soll Mitte 2015 eröffnet werden.

Der Bundestag hat bereits 20 Millionen Euro für die Akademie bewilligt, weitere acht Millionen kommen von Spendern. Damit gebe die Bundesrepublik ein Zeichen zur Überwindung der Sprachlosigkeit im Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis, sagte Barenboim, Generalmusikdirektor der Staatsoper.

Zu dem Zentrum gehört ein Konzertsaal für 800 Zuhörer, den Stararchitekt Frank Gehry (ohne Honorar) baut. Bis zu 60 Stipendiaten in mehreren Disziplinen sollen unterrichtet werden - von der Musik bis zur Philosophie. Geschäftsführer der Akademie ist der frühere Kulturstaatsminister Michael Naumann. Das Zentrum wird den Namen Barenboims und des palästinensischen Literaturwissenschaftlers Edward Said (1935-2003) tragen. Barenboim und Said hatten 1993 das West-Eastern Divan Orchestra gegründet.

Der tief berührende Dokumentarfilm über das West-Eastern Divan Orchestra von Paul Smaczny und der Mitschnitt des "Ramallah-Konzerts" von 2005 ist als Doppel-DVD neu aufgelegt worden bei Euroarts (Naxos). "Beethoven für alle" ist eine Box mit allen neuen Sinfonien des Klassikers betitelt, die Barenboim mit seinem Orchester aus israelischen und arabischen Musikern für eingespielt hat (Decca). dpa/jük

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