Das Pfefferle sorgt sich ums Seelenheil

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Premiere in der Sporthalle Donaurieden. Volles Haus. Stimmung bestens. Dann kommt er, der Pfefferle mit seinem Ernst. Die Mundart und die ersten Schenkelklopfer lassen einen Bauernschwank erwarten. Doch der Neuling wird schnell bekehrt und den vielen Pfefferle-Kennern war es eh klar: Werner Schwarz versteht es, seinen Pfefferle als Kehrwochen-Philosophen aufs Bänkle zu setzen, der Hintersinniges in kunstvolle Wortjonglagen packt.

Natürlich braucht Pfefferle einen Resonanzraum. Den hat er im Weizenglas und in seinem Busenfreund Ernst (Markus Rabe). Die beiden schauen dem Volk aufs Maul und in die Seele, womit wir beim Thema wären: dem Seelenheil. Denn um das bangt der Pfefferle „Auf am Sündabänkle“.

Am Anfang war der Traum. Gott und der Teufel im Meeting. Der Teufel meint, die zehn Gebote haben als Sündenkonzept versagt. Das Traumerlebnis treibt Pfefferle zur Sorge, beim Jüngsten Gericht durchzufallen. Mit Ernst sinniert er über die kleinen und großen Sünden des Lebens.

In Spitzfindigkeiten hangeln sie sich an den Geboten entlang. „Jeder, der ehrlich isch, muaß zugäba, dass er au liagt“, stellt Pfefferle fest. Ernst denkt da an die Politiker: „Grüß Gott,  und ich danke für ihre Aufmerksamkeit“, lautete die Rede, wenn man alles wegließe, was gelogen ist.

Große Sünden, kleine Sünden oder Sünden, die eigentlich gar keine sind: Schnell, dicht und wortgewaltig ist der Schlagabtausch auf der Sündenbank. Intelligenter Humor unter dem Deckmäntelchen des Schwanks, stimmig in Szene gesetzt von Marion Weidenfeld. Petra Starzmann

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