Ausstellung von Lehrenden im Bereich Bildende Künste zum 70. der Ulmer vh

„Weltoffen, kritisch, engagiert“: Kunst-Lehrende zeigen zum 70-Jährigen der vh bis 12. Juni im Einsteinhaus eine Auswahl ihrer neueren Werke.

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Ist das Plastik oder Malerei? Alexander Jaschkes „Aufschnitt vom dicken Bild“ im Einsteinhaus.  Foto: 

Vor 70 Jahren startete die Ulmer vh mit einer Festwoche. Die Ausstellung dazu bestückten Künstler von auswärts, aus München. „Heute sind wir in der glücklichen Lage, die Crème de la Crème der Ulmer Künstler an der vh zu haben“, sagte Volkshochschulleiterin Dagmar Engels zur Eröffnung einer Ausstellung von Werken von zwölf Lehrenden aus dem Bereich Bildende Künste. Die ist zum 70-jährigen Bestehen der Erwachsenenbildungseinrichtung bis 12. Juni im obersten Stock des Einsteinhauses zu sehen.

Kunst spielt bis heute eine bedeutende Rolle im Unterrichts-Angebot, war doch vh-Gründerin Inge Aicher-Scholl überzeugt: „Es gibt nichts, was die Persönlichkeit mehr stärkt, als ein eigenes Werk zu schaffen.“ Die Schau „Weltoffen, kritisch, engagiert“ belege den Anspruch, „unserer Gründerin bis heute gerecht zu werden“, sagte Engels.

Die gezeigten Arbeiten wurden „mit großer Sorgfalt ausgewählt“ und zum Teil eigens hierfür geschaffen, betonte Nicole Pflüger, die Fachbereichsleiterin für Kultur und Gestalten. Alexander Jaschke habe gar erst beim Aufbau der Ausstellung beschlossen, seiner dreidimensionalen Acrylarbeit „Aufschnitt vom dicken Bild“ aus dem Jahr 2002 eine Collage hinzuzufügen. Die schuf der Leiter der Holzbau- und Kunstwerkstatt sowie Comic- und Manga-Zeichenlehrer am Tag vor der Eröffnung.

Die Bandbreite der gezeigten Werke reicht von Karin Breidbachs realistisch-symbolistischer Weltkugel mit Händen, die „die Welt bewegen“, über Esther Hagenmeiers wunderbar reduzierte Klebeband-Collagen, die Ausstellungsredner Martin Leibinger als „Malerei nach dem Ende der Malerei“ einordnete, bis hin zu Synästhetikerin Christine Söffings zwitschernder Installation „Klangkleid für den einzigen Moment“. Vesna Kovacic bewegt sich mit einem Acryl-Alu-Relief in den Raum hinein. Frank Hempel zeigt mit dem schmerzhaft autobiografischen „Selbst“ eins der farbigsten Bilder der Schau. Birte Horns Großformate in Öl und Kohle erinnern an ein Foto-Negativ mit Positiv-Abzug, während Dorothea Grathwohls Fotozyklus „Crazy Kippa“ grafisch wirkt.

Info „70 Jahre vh Ulm – weltoffen, kritisch, engagiert“ im Einsteinhaus, Kornhausplatz 5, bis 12. Juni.

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