Auch in Europa ist die Meinung nicht nur frei

Schriftsteller und Journalisten werden nicht nur in China verfolgt. Die Autoren-Vereinigung PEN war vor antidemokratischen Tendenzen in Europa.

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Johano Strasser warnt vor antidemo- kratischen Tendenzen.

Auch in Europa gehen Regierungen nach Ansicht der Schriftstellervereinigung PEN-Zentrum Deutschland gegen Autoren vor, die ihnen nicht passen. "Es gibt zunehmend Tendenzen zum Abbau der Demokratie, auch in der EU", sagte PEN-Präsident Johano Strasser anlässlich des "Tages des inhaftierten Schriftstellers" am morgigen 15. November.

Strasser warnte zuletzt vor dem EU-Parlament in Brüssel vor der "Entdemokratisierung Europas". Es sei "eine Nachlässigkeit eingerissen, die ganz verheerende Folgen haben kann". Als Beispiel nannte Strasser Ungarn und die dortige "Einschränkung der Meinungsfreiheit und den noch ausgebremsten Versuch, die Unabhängigkeit der Gerichte auszuhebeln".

Bei den Repressalien gingen in einigen Ländern Regierungen offen gegen Menschen vor. "In China gilt das Niederknüppeln durch die Polizei als eine normale Sache." Dort gebe es auch eine große Zahl inhaftierter Schriftsteller. Das habe im Vorfeld des Parteitages noch einmal zugenommen. Anders etwa in Weißrussland. "Dort fallen Schlägertrupps über Schriftsteller her", sagte Strasser. "Es gibt ein Outsourcing der Unterdrückung." Manchmal auch eine Mischung. "In Mexiko, einem der großen Problemländer, machen staatliche Stellen der unteren Ordnung gemeinsame Sache mit Mafia-Clans." Genaue Zahlen über drangsalierte und inhaftierte Schriftsteller weltweit gebe es nicht. Jedoch: Das Thema "Schriftsteller im Gefängnis" werde sobald nicht von der Tagesordnung verschwinden.

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