Aschaffenburger Museum erprobt Kunst für Blinde

Das Schlossmuseum der Stadt Aschaffenburg stellt mit "Das Fassbare und das Unfassbare" bis 22. März (Di-So, 10-16 Uhr) mehr als 40 Kunstwerke aus, die ausdrücklich angefasst werden sollen.

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Vier Künstler, einer von ihnen stark sehbehindert, haben dafür mehr als 30 Bilder, Skulpturen und Fotografien geschaffen: ein großes Steinrad mit Rillen, die Alabaster-Büste eines Mannes mit großer Nase, ein Gemälde mit einer an einem Baum stehenden Nackten. "Die Künstler lassen es zu, dass ihre Werke angefasst werden, auch mit nackten Händen", sagt Kuratorin Anja Lippert. Zudem zeige das Museum geeignete Objekte aus der eigenen Sammlung.

Damit sich auch Sehende auf das Experiment einlassen können, "etwas zu fühlen, was sie vorher nicht gesehen haben", liegen am Eingang Schweißerbrillen bereit, die die Sicht verdunkeln. Alle Werke sind mit Schildern in großer Schrift sowie in Blindenschrift versehen. Ein Ziel sei, erste Erfahrungen im Bereich Inklusion zu sammeln, sagte der Aschaffenburger Oberbürgermeister Klaus Herzog. "Die Ergebnisse werden geprüft, und es wird zu überlegen sein, was sich dauerhaft für die Museen übernehmen und daraus entwickeln lässt."

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