Art Karlsruhe lädt ein zum Bad in der Kunst

Neue Tendenzen der Gegenwartskunst und aktuelle Trends im Kunsthandel: Die Art Karlsruhe eröffnet am Donnerstag den diesjährigen Reigen der drei großen Kunstmessen im deutschsprachigen Raum.

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Köln folgt im April, Basel im Juni. 210 Galerien sind in Karlsruhe dabei. "Kunst ist für alle Betrachter da, nicht nur für Käufer", sagt Kurator Ewald Schrade. Ein Gang durch die lichtdurchfluteten Hallen sei wie "ein Bad in der Kunst". Bis Sonntag erwartet die Messe 50 000 Besucher.

Der 73-jährige Initiator der Kunstmesse hat die Kunstschau neu sortiert. Neben einer Halle für die zeitgenössische Kunst ("Contemporary Art") gibt es zwei Hallen, die ähnliche Bezeichnungen tragen, aber ein ganz unterschiedliches Ambiente haben: In der "Moderne Klassik und Gegenwart" präsentieren sich Galerien mit etablierten Meistern der Nachkriegskunst von Richter über Baselitz bis Lüpertz. Die "Klassische Moderne und Gegenwart" hingegen legt den Schwerpunkt auf frühere Künstler des 20. Jahrhunderts mit Nolde, Kirchner oder Schmitt-Rothluff. Der vierte Ausstellungsbereich trägt das Etikett "Limited" - hier finden sich Editionen, Fotografien und Objekte.

Für die Auswahl der Galerien war der nun achtköpfige Beirat der Art Karlsruhe zuständig, der von Schrade geleitet wird. Neu hinzugekommen sind in diesem Jahr der Berliner Henrik Springmann und der Lübecker Frank-Thomas Gaulin. 32 der 210 Aussteller sind zum ersten Mal in Karlsruhe dabei, unter ihnen zwei ungarische Galerien, die an einer Sonderschau mit Budapest-Fotos mitwirken.

"Fotografie ist in der Gunst der Sammler sehr gestiegen", sagt Kurator Schrade. "Kunst wird immer gekauft, wenn das Geld dafür da ist." So seien die Geschäfte 2014 im Durchschnitt sehr gut gelaufen, sagt Schrade. "Aber bei mir hat die Kunst immer den Vorrang vor dem kommerziellen Erfolg."

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