Lob für Schulsozialarbeit

Lob von Bürgermeister Klaus Kaufmann und dem Gemeinderat hat es für die Arbeit des Oberlinhauses Ulm an Laichinger Schulen gegeben. Im Schuljahr 2012/13 wurden 123 Kinder und Jugendliche beraten.

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Eine positive Bilanz ihrer Arbeit haben Mitarbeiter des Oberlinhauses Ulm in ihrem Bericht über die Schulsozialarbeit in Laichingen gezogen. Im abgelaufenen Schuljahr sei vor allem die Arbeit mit Klassen deutlich ausgeweitet worden, sagte Sozialarbeiterin Petra Bosch am Montagabend vor dem Gemeinderat der Stadt. So seien 13 Klassen mit 256 Schülern in Projekten zur Förderung sozialer Kompetenz und Lösung von Konflikten geschult worden. Neben anderen Klassenprojekten zum Thema Jugendschutz hätte die Beratung von Kindern und Jugendlichen einen breiten Raum der Arbeit eingenommen. 123 Kinder und Jugendliche hätten auf dieses Angebot zurückgegriffen.

Zu einer ersten Kontaktaufnahme biete sich besonders das Schülercafé in der Erich-Kästner-schule an, das seit dem Schuljahr 2011/12 in Betrieb ist und von Jugendlichen geführt wird. Von sehr engagierten Jugendlichen, wie Bosch betonte. Zwar werde das Café von den Schulsozialarbeitern begleitet, die Arbeit machten die derzeit acht Jugendlichen aber selbstständig. Das reicht vom Einkauf des täglichen Bedarfs über den Verkauf bis hin zum Verleih von Spielen und Zeitschriften. Nach Schließung wird das Schülercafé gereinigt, nach jedem Öffnungstag (montags bis donnerstags) die Buchhaltung aktualisiert. "Das ist eine kleine Schülerfirma", lobte Bosch das Engagement. Und das Team sorgt auch selbst für Nachwuchskräfte. Wer mitmachen möchte, wird von den Jugendlichen für ein Praktikum ausgesucht und anschließend bewertet.

Probleme machen immer wieder Kinder, die mit der Polizei und dem Gesetz in Konflikt geraten. Die Gründe, so Bosch, seien vielschichtig, sie ließen sich nicht pauschal benennen. In Gesprächen mit Jugendlichen habe sich aber oft gezeigt, dass fehlendes Wissen und mangelnde Urteilsfähigkeit der Auslöser seien. So hätten viele Jugendliche nicht gewusst, dass sich eine Straftat negativ auswirke, wenn Jugendliche den Führerschein erwerben wollen. Um auch in diese Richtung aufzuklären, gibt es das Projekt "Auf der Kippe". Das Projekt, das auch von der Bürgerstiftung Laichinger Alb gefördert wird, wurde im vergangenen Schuljahr gestartet. An jeweils drei Tagen wurden in den neunten Klassen Informationen vermittelt, unter anderem auch mit Fachleuten wie Rechtsanwalt und Gemeinderat Bernhard Schweizer diskutiert, damit sich Jugendliche zu bestimmten Themen eigene Meinungen bilden konnten. So wurden zum Beispiel Gerichtsverhandlungen nachgestellt. Ein wichtiger Aspekt dabei sei, dass die Klassenlehrer eingebunden würden. Denn nur so sei gewährleistet, dass eine mögliche Nach- oder Weiterarbeit erfolgen könne.

Für ihre Arbeit ernteten die Sozialarbeiter Petra Bosch und Andi Pfützner Lob von Bürgermeister Kaufmann und dem Gemeinderat.

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