Abschluss der Wanderserie am Samstag
Flotte Höhlen-Tour bei Sonne und Wind
Bissingen. Die vorletzte Tour unserer Wanderserie führte gestern bei Sonne und Wind durch das Lonetal. Zum Abschluss gehts am Samstag durchs Rothtal.
Vom Parkplatz unterhalb von Bissingen (Kreis Heidenheim) ging es im Schein der Herbstsonne flotten Schritts die Lone abwärts. Erste Station war der Hohlenstein, ein Fels mit zwei Höhlen: dem Hohlenstein-Stadel und der Bärenhöhle. Der Felsvorsprung dazwischen heißt "kleine Scheuer". Im Stadel waren 1939 Elfenbeinfragmente gefunden worden, die später zu der berühmten, etwa 32.000 Jahre alten Löwenmensch-Skulptur zusammengesetzt wurden.
Nicht weniger spektakulär die Funde aus der Vogelherdhöhle, der zweiten Station der Wanderung "auf den Spuren der Steinzeitmenschen". Elf kleine Figuren aus Elfenbein haben Archäologen dort geborgen, unter anderem Mammut, Bär, Rentier, Höhlenlöwe. Am bekanntesten dürfte das knapp fünf Zentimeter große Pferd sein.
In Lindenau, nach etwa acht Kilometern, nahm ein Teil der Gruppe die Abkürzung wieder hinab ins Lonetal. Die anderen erreichten bei Einbruch der Dämmerung - und immer noch regenfrei - die dritte Station der Höhlen-Tour, die Bocksteinhöhle. Dort waren in den 30er und 50er Jahren Reste steinerner Werkzeuge gefunden worden: vor 50.000 bis 70.000 Jahren von Neandertalern zurückgelassen.
Zum Abschluss der Wanderserie wird Herbert Lohrmann am Samstag, 7. November, durchs Rothtal führen. Treffpunkt ist um 10.30 Uhr der Parkplatz an der Hermann-Köhl-Schule in Pfaffenhofen. Zur Tour gehört eine Besichtigung der Engelhardmühle in Pfaffenhofen. Wer sich noch für die ebenfalls etwa zwölf Kilometer lange Wanderung anmelden möchte, hat dazu heute Gelegenheit: von 9 bis 13 Uhr unter Tel. (0731) 15 62 01.(ts)
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05.11.2009
Zügiges Wandertempo war bei der Tour durchs Lonetal gefragt, denn wetterbedingt war die Gruppe um Werner Gahler erst um 14 Uhr aufgebrochen. Die Verschiebung hat sich gelohnt: Herbstsonne statt Herbstschauer. Foto: Matthias Kessler
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