Zwei Mal Spannung aus der Region

Krimis aus Ulm? Mit Adi Hübels "Der Hund muss weg" und Stephen Philipps' "Im Schatten des Schwarms" sind jetzt zwei Spannungsromane Ulmer Autoren im Nexx Verlag erschienen, der auch in Blaustein residiert.

|
Vorherige Inhalte
  • Die neuen Spannungsromane aus Ulm: "Der Hund muss weg" und "Im Schatten des Schwarms". 1/2
    Die neuen Spannungsromane aus Ulm: "Der Hund muss weg" und "Im Schatten des Schwarms".
  • 2/2
Nächste Inhalte

Der erste Ulm-Krimi? Nein, der stammt nicht von Ulrich Ritzel, wenn auch die Romane des ehemaligen Chefreporters der SÜDWEST PRESSE mit Abstand am besten bei der Kritik ankommen, sogar mehrfach den Deutschen Krimipreis einheimsen konnten. Krimis, die in Ulm spielen, gibt es auch aus der Feder anderer Autoren - etwa Walter G. Pfaus, Manfred Eichhorn oder Adi Hübel. "Tod in Ulm" heißt deren Erstling. Jetzt hat die Autorin eine Fortsetzung vorgelegt: "Der Hund muss weg". Diesmal geht es um zwei befreundete Ehepaare. Der Mann des einen Paares hat eine Affäre mit der Frau des anderes Paares. Die Liierten beschließen, ihre jeweiligen Ehepartner aus dem Weg zu räumen. Nicht das einzige Beziehungsproblem: Auch unter den Ermittlern menschelt es gewaltig.

Und dieses Personal kennt man zum Teil schon aus Adi Hübels Debüt - etwa die aus Berlin stammende Kiki Wunder. Das war noch im Bad Schussenrieder Gerhard Hess Verlag erschienen. Den aktuellen Roman Adi Hübels hat aber der Nexx Verlag herausgebracht. Der residiert zwar eigentlich in Villingen-Schwenningen, hat aber auch ein Büro in Blaustein. Dort wohnt einer der beiden Geschäftsführer: Stephan Werner.

Er kümmert sich um die Autoren, sucht die Manuskripte aus und legt auf eines Wert: "Wir sind kein Zuschussverlag, wir verlangen von unseren Autoren keine Kostenbeteiligung. Wir verlegen nur Bücher, die einen Verkaufserfolg versprechen." Und das ist fast ausnahmslos Belletristik, nicht nur von aktuellen Autoren, sondern auch Nachdrucke mittlerweile rechtefreien Erfolgen wie Daniel Dafoes "Robinson Crusoe", Robert Louis Stevensons "Schatzinsel" oder diverse Romane Emile Zolas.

Wie kam der Verleger Stephan Werner zur Autorin Adi Hübel? "Ich habe sie bei einem Schreibseminar in der vh getroffen", sagt Werner. "Da erzählte sie mir, dass sie schon einen Krimi geschrieben hatte und das Manuskript des zweiten fertig sei."

Und wie kam der Verleger zu einem zweiten Ulmer Autor, Stephen Philipps? "Das ist ein Pseudonym", sagt Werner. Und dahinter steckt kein anderer als Stephan Werner selbst. "Ich habe schon immer geschrieben." Bis 2012 war Werner bei Nokia beschäftigt, als die Finnen ihre Zelte in Ulm abbrachen, suchte Werner nach neuen Aufgaben: "Da habe ich mir gedacht, versuch's doch mal mit dem Schreiben und einem Verlag." Der erste Roman von Werner alias Philipps spielt zur Hälfte in Deutschland, zur Hälfte in China. Nicht ganz zufällig. Werner ist studierter Sinologe und lebte zwei Jahre lang in Wuhan und Taipeh, kennt also die Denkweise der Chinesen durchaus. Und das nutzt der Verleger-Autor, um seinen Helden Thomas Ohanzee - ein deutscher Interpol-Agent mit indianisschem Blut - in einem Gemenge aus Industriespionage und Organhandel ermitteln zu lassen. Dabei muss der Polizist auch chinesiche Gefängnisluft schnuppern.

Keine Handlung für schwache Nerven, da geht es schon mal handfest und blutig zur Sache. Philipps' Held ist da fast so souverän zugange wie ein Doppel-Null-Agent ihrer Majestät. Das ist durchaus beabsichtigt: "Ich wollte keinen von Selbstzweifeln und Unsicherheit gebeutelten Ermittler. Ich wollte einen richtigen Helden", sagt Phillips und berichtet, dass ihm die Leserreaktionen im Internet durchaus Recht geben. Und so wird auch der nächste Werner/Philipps-Roman wieder einer mit dem Helden Thomas Ohanzee sein. In dem wird dann auch erklärt, was der Name Ohanzee in der Sprache der Sioux eigentlich bedeutet . . .

Die Autoren lesen heute in der "Krone"

Lesung Adi Hübel und Stephen Philipps stellen ihre aktuellen Romane heute, Donnerstag, 19 Uhr, im

Gewölbekeller der Ulmer Gaststätte "Krone" vor. Das ist kein Zufall: Denn das Finale von Adi Hübels "Der Hund muss weg" spielt auch in der "Krone", dort feiern Kiki Wunder und ihre Kollegen den erfolgreichen Abschluss ihrer Ermittlungen.

SWP

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung
Kommentieren

Kommentare

25.02.2015 09:43 Uhr

Das Team des Nexx Verlages

ist nicht nur kompetent sondern auch kundenfreundlich. Dies zeigt sich vor allem bei der Bearbeitung der Texte sowie bei der Vertragsgestaltung. Zudem widmet sich der Verlag auch neuen und interessanten Themen mit Handlungen außerhalb der Landesgrenze. Im Dezember 2014 erschien zum Beispiel der Kriminalroman “Das Bildnis des Todes“ von Thomas W. Schmidt. Andere Werke folgen …

Antworten Kommentar melden

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Hirschstraße: Randale am Infostand der AfD

Linke Gruppen blockieten eine Veranstaltung der Rechtspopulisten. Die Polizei schritt mit großem Aufgebot ein. weiter lesen