Zwei Gauner auf einen Streich

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Zwei Taten innerhalb kurzer Zeit aufzuklären, ist am Donnerstag Beamten der Neu-Ulmer und Günzburger Polizei gelungen. Gegen 14.30 Uhr hatte ein 40-Jähriger aus dem Landkreis Günzburg auf einem Neu-Ulmer Geschäftsparkplatz einen ihm nicht bekannten 36-Jährigen aus Ulm wegen dessen äußerlich vermuteter Abstammung zunächst beleidigt und dann mit einer Schusswaffe bedroht. Die Neu-Ulmer Polizei leitete deshalb eine Fahndung nach dem Mann ein. Den Beamten ging es auch darum, die Herkunft der Pistole zu überprüfen.

Günzburger Polizisten entdeckten den gesuchten 40-Jährigen wenig später. Bei der Durchsuchung wurde die Pistole, eine Schreckschusswaffe, sichergestellt. Der Mann besitzt dafür einen so genannten „kleinen Waffenschein“. Die Staatsanwaltschaft Memmingen und die Neu-Ulmer Polizei ermitteln jetzt gegen den Mann.

Während dieser Fahndung nahmen Zivilbeamte der Neu-Ulmer Polizei einen Mann fest, der Geld aus einer Kasse gestohlen hatte. Dieser Diebstahl war der Polizei zwar noch nicht gemeldet worden, aber den Beamten war kurz nach 15 Uhr ein Mann aufgefallen, der sich auf der Straße auffällig verhielt und sich mehrmals umsah. Die Beamten kontrollierten ihn und fanden bei ihm rund 80 Euro Bargeld.

Hand in Kasse eingeklemmt

Noch während dieser Kontrolle erreichte die Neu-Ulmer Polizei der Notruf aus einem Verbrauchermarkt in der Innenstadt zu einem Diebstahl der nicht alltäglichen Art. Ein Mann hatte sich zur Kasse begeben, um angeblich ein Feuerzeug zu bezahlen. Als die Kassiererin die Kasse öffnete, griff der Täter hinein, um Geldscheine zu entnehmen. Geistesgegenwärtig drückte die Kassiererin den Kassendeckel nach unten, so dass die Hand des Diebs eingeklemmt wurde. Dieser konnte sich aber letztendlich befreien, wobei er auch noch 80 Euro Bargeld aus der Kasse entnahm und aus dem Laden flüchtete.

Ein paar Straßen weiter wurde der Mann dann von den Beamten angehalten, denen recht schnell klar wurde, wieso es der Mann so eilig hatte und sich so auffällig verhielt. Die Beute wurde ihm abgenommen, ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Dem aber noch nicht genug. Denn als die Identität des Verdächtigen festgestellt wurde, zeigte sich, dass gegen ihn ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Karlsruhe vorlag. Aus diesem Grund wurde er in eine Justizvollzugsanstalt gebracht, in der er die im Haftbefehl verhängten acht Monate Freiheitsstrafe wegen einer Verurteilung aufgrund gefährlicher Körperverletzung nun verbringen wird.

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