Jahresempfang der Ulmer CDU

|

Liegt Ulm nun nahe am Paradies? Oder abgeschlagen am östlichen Rand, gewissermaßen im „Zonenrandgebiet?“ Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (56) nutzte seinen Auftritt beim Neujahrsempfang der Ulmer CDU am Mittwoch­abend im Stadthaus zu einer heiter-politischen Standortbestimmung. Vor rund 450 Besuchern, die von der CDU-Vorsitzenden Barbara Münch begrüßt wurden, nahm der Landespolitiker Bezug auf OB Gunter Czisch und die CDU-Bundestagsabgeordnete Ronja Kemmer, die in ihren Grußworten Themen wie Stadtentwicklung, Sicherheit und Wohlstandssicherung anrissen.

Mit Blick auf die kleine Verspätung Strobls fragte Czisch nach, ob Strobl etwa alle Ulmer Baustellen abgefahren habe. „Wir kommen jetzt in die Tränen­phase“, sagte Czisch mit Blick auf die vielen Umleitungen. Andererseits baue die Stadt an ihren Perspektiven, und das sei allemal besser als Stillstand.

Allerdings dürfe die Unterstützung der Stuttgarter Landesregierung nicht nur nach Baden – etwa für Mobilitätsprojekte in Karlsruhe – gehen, sondern müsse auch Ulm, die „Diaspora an der Ostgrenze“, erreichen.

Das konnte Strobl mit Blick auf die finanzielle Lage an der Donau locker kontern: „Ulm ist nicht das Paradies. Aber liegt ganz knapp daneben.“ Er begrüße, dass Czisch die Digitalisierung entschlossen fördere. „Dann kann es aber nicht sein“, so Strobl, „dass auf der Fahrt über die Alb das Handynetz andauernd abreißt.“ Baden-Württemberg brauche das beste und schnellste Internet, so der Minister für Digitalisierung. Auch für die Schulen forderte Strobl eine Exzellenzinitiative. Zudem müsse die Polizei im Land die „bestausgerüstete Polizei der Republik“ sein. Er habe deshalb 3000 neue Maschinenpistolen bestellt. Als „weltoffene Stadt“ lobte Ronja Kemmer Ulm. In diesen unruhigen Zeiten könne von hier aus ein Zeichen der Toleranz und Weltoffenheit ausgehen, so die Bundestagsabgeordnete.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Der Rinderflüsterer 

Ernst Hermann Maier setzt sich seit Jahrzehnten für das Wohl seiner Tiere ein. Fast hätte er deswegen seinen Hof verloren. weiter lesen