Zehntausende bei Gold Ochsen

Die Brauerei Gold Ochsen hat Ulm und der Region am Wochenende ein eigenes Oktoberfest beschert: zeitgleich zum Auftakt in München. Die Resonanz war enorm - der Aufwand für das Fest aber auch.

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  • OB Ivo Gönner sticht das Fass mit zwei Schlägen an, assistiert von Ministerin Annette Schavan. Rechts Ulrike Freund, links Moderator Ingo Ruff. Fotos: Oliver Schulz 1/2
    OB Ivo Gönner sticht das Fass mit zwei Schlägen an, assistiert von Ministerin Annette Schavan. Rechts Ulrike Freund, links Moderator Ingo Ruff. Fotos: Oliver Schulz
  • Eric Dulka mit dem deutschstämmigen Schell-Bier aus New Ulm, ein Präsent für Gold-Ochsen-Chefin Ulrike Freund. 2/2
    Eric Dulka mit dem deutschstämmigen Schell-Bier aus New Ulm, ein Präsent für Gold-Ochsen-Chefin Ulrike Freund.
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Rund 30.000 Besucher kamen am Wochenende zum großen Brauereifest der Ulmer Traditionsbrauerei Gold Ochsen auf das Firmengelände am Veitsbrunnenweg. Bereits am Samstag zählte das Unternehmen trotz des regnerischen Auftakts mehr als 15 000 Besucher. Wegen der Bands kam vor allem jüngeres Publikum. Gestern waren es bei angenehmen Temperaturen noch mal ähnlich viele Gäste. Es gab extra Shuttle-Busse. Um die Mittagszeit herrschte ein reger Zustrom, die meisten Plätze im Festzelt und draußen waren belegt. Brauereichefin Ulrike Freund sagte, die Betriebsführungen fänden guten Anklang.

Beim Fassanstich hatte Ulrike Freund erläutert, die Brauerei wolle aus Anlass ihres 415-jährigen Bestehens der Bevölkerung "etwas zurückgeben". Das Familienunternehmen mit seinen 200 Mitarbeitern könne sich dank treuer Kunden auf dem schwierigen Brauereimarkt behaupten. Die Investition in die neue Abfüllanlage mit zehn Millionen Euro sei keine Selbstverständlichkeit. Ohne moderne Technologie gebe es jedoch keine Zukunft. Gold Ochsen erhielt zuletzt auch eine Auszeichnung als Pepsi-Abfüller. Das Unternehmen produziert jährlich 660 000 Hektoliter Bier und nicht-alkoholische Getränke.

Oberbürgermeister Ivo Gönner vertrat den Standpunkt, eine gute Brauerei gehöre einfach zu einer Stadt: "Das ist Gold Ochsen." Die Bedeutung des Unternehmens habe sich in der Welt herumgesprochen, sagte Gönner mit Blick auf eine 14-köpfige Delegation aus New Ulm (US-Bundesstaat Minnesota), die auf einer Rundreise - die natürlich auch zum Oktoberfest nach München führt - im Gold-Ochsen-Festzelt vorbeischaute. Delegationsleiter Eric Dulka hatte als Geschenk für Ulrike Freund aus der 1860 von August Schell gegründeten örtlichen Brauerei "Schells Beer" dabei.

Bundesforschungsministerin Annette Schavan würdigte ebenfalls die Verdienste des Familienunternehmens "mit hohem Gemeinsinn". Später schaute noch die bayerische Justizministerin und Landtagskandidatin Beate Merk vorbei. Der Neu-Ulmer OB Gerold Noerenberg wurde am Sonntag gesichtet.

Die Brauerei hatte einen enormen Aufwand, auch mit Security, für das Fest getrieben. Das Budget war nach den Worten vom Marketingchef Stefan Voggesser sechsstellig. Es gab ein großes Kinderprogramm mit Zirkus, Zauberer, Kletterwand, Karussell. Slow Food war da, Lions half mit. Der Samstag richtete sich an junge Leute mit der Ariane Müller Band, Rock & Rollinger und Face. Die Schlange für das Face-Konzert reichte bis auf die Karlstraße, berichtete Ulrike Freund. Die Leute seien auf den Tischen gestanden.

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Kommentare

24.09.2012 16:55 Uhr

Gold-Ochsen-Fest

Alle Achtung, daß war ein Oktober/Brauereifest vom feinsten. Hier darf man der Frau Freund ein "Danke" zukommen lassen.

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