Wonnemar: Therme nimmt die erste Hürde

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Die Städte werden sich die Finanzierung teilen: Zwei Drittel trägt Ulm, ein Drittel verbleibt bei Neu-Ulm. Mit den Umbauarbeiten soll im nächsten Frühjahr begonnen werden. Ein Jahr später könnte die neue Wonnemar-Therme dann öffnen.

Wie mehrfach berichtet, geht es darum, die Bereiche Spaßbad und Thermalbad besser voneinander zu trennen, damit sich die ruhebedürftigen Besucher nicht von den eher lärmenden Besuchern gestört fühlen. Das Freizeitbad wird zum Illerkanal hin durch einen Anbau mit neuen Becken erweitert. Im Thermenbereich sind Erlebnisduschen, ein Dampfbad, ein Soleinhalationsraum, eine Kneippdusche, ein Perlbad und ein Massageparcours vorgesehen. Spaßbad-, Freizeitbad und Saunalandschaft sollen dann getrennt gebucht werden können.

Sprecher von CSU und SPD standen hinter dem Projekt und auch hinter dem Betreiber Interspa. Nicht aber FDP-Fraktionschef Dr. Alfred Schömig : „Die Thermalerweiterung ist wünschenswert, aber nicht dringlich.“ Die Stadt solle das Geld lieber zum Bau bezahlbarer Wohnungen bereitstellen.

Ein Kommentar von Edwin Ruschitzka: Diese Investition muss sein

Es ist aller Ehren wert, und man kann es natürlich auch so sehen wie FDP-Fraktionschef Dr. Alfred Schömig. Mit dem Neu-Ulmer Anteil am insgesamt 2,5 Millionen Euro teuren Ausbau des Wonnemars zur Therme könnte man auch weitere so dringend notwendige bezahlbare Wohnungen schaffen. Klar stimmt das.

Aber zumindest Neu-Ulm ist in der finanziell glücklichen Lage, beides tun zu können: Wohnungen bauen und das Bad sanieren, beziehungsweise ausbauen. All das hat mit dem Betreiber, der Stuttgarter Interspa, herzlich wenig zu tun. Das Bad befindet sich im Besitz der beiden Städte, die dafür verantwortlich sind. Sie haben es nur an die Interspa verpachtet. Während die vor drei Jahren neu gebaute Saunalandschaft auf einen modernen Stand gebracht wurde, dümpelt das Freizeitbad vor sich hin. Es ist eindeutig in die Jahre gekommen.

Die beschlossene Sanierung ist deshalb genauso notwendig wie die Trennung von Spaß- und Wellnessbereich. Ruhebedürftige Senioren und vor Freude quietschende Jugendliche passen kaum zusammen. Die Trennung ist zwar teuer, sichert aber die Existenz des Bades. Ob die vorerst zurückgestellten neuen Rutschen sein müssen, steht auf einem anderen Blatt. Diesbezüglich haben die Städte die Interspa-Forderungen richtigerweise auf Eis gelegt. Was die Pacht betrifft, werden die Städte den Pächter stärker zur Kasse bitten müssen.
Das ist auch angekündigt und ganz sicher notwendig.

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