Wo Macherinnen sich gegenseitig stärken

Frauen in Führungspositionen sind im Grunde etwas Selbstverständliches: Mit dieser Haltung geben die Teilnehmerinnen dem Club Alpha Profil.

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Sie kommen aus ganz unterschiedlichen Branchen, sie debattieren nicht stundenlang und kommen schnell zu Entscheidungen. Sie sind Macherinnen. Im Club Alpha Ulm/Neu-Ulm teilen diese Frauen ihr Knowhow. Frauen, für die es ganz selbstverständlich ist, Macht zu haben und Mitarbeiter zu führen. Jetzt hat sich das vor zwei Jahren gegründete, lose Netzwerk die Form eines Vereins gegeben.

Als dessen Präsidentin fungiert die bayerische Justizministerin Dr. Beate Merk, als Geschäftsführendes Vorstandsmitglied Ulrike Hudelmaier, die TFU-Geschäftsführerin. Sie waren es auch, die die Idee eines solchen Clubs in die Region trugen und Mitstreiterinnen um sich scharten, zuletzt 50 an der Zahl. 10 davon bauen nun den Verein auf, der neben lockeren Treffen künftig regelmäßig Vorträge für geladene Gäste organisiert. Der nächste steht fest: Mitte Oktober kommt Dr. Christine Hohmann-Dennhardt, Mitglied im Vorstand der Daimler AG, im vergangenen Jahr war der frühere Telekom-Personalchef Thomas Sattelberger ihr Gast.

"Wir wollen zeigen, dass Frauen in Führungspositionen eigentlich etwas Selbstverständliches sind", sagt Merk. "Und wir unterstützen uns und andere Frauen dabei." Anders ausgedrückt: Die Frauen sind Mentoren oder wollen es werden. Von diesem Ansatz verspricht sich Merk heute mehr, als davon, "mit Quotendruck zu arbeiten". Andere Club-Frauen halten eine Mindestbeteiligungsregelung, so die neue Sprachregelung für die Frauenquote, jedoch nach wie vor für sinnvoll.

Auch über andere Themen wird mitunter kontrovers diskutiert. Gibt es einen weiblichen Blickwinkel? Drei von vielen Antworten: "Bei Männern wird im Gespräch zuerst die Hierarchie geklärt. Wer ist Leader of the Game? Frauen verhalten sich eher gleichberechtigt", meint Merk. "Ich behaupte, dass es keinen Unterschied gibt, um die Persönlichkeiten zu sehen - und nicht die Schubladen", sagt Hudelmaier. Und Bankdirektorin Monika Garske, die ebenfalls zum Gründungsteam gehört, ist der Auffassung: "Frauen kommen schneller zum Punkt und sind entscheidungsfreudiger."

Auf ein gemeinsames Motto für den Club haben sich die Führungsfrauen allerdings durchaus verständigen können: "Wir wollen. Wir können. Wir machen."

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