Wissenschaftspreis der Stadt Ulm für Prof. Thomas Walter

Für die Entwicklung von Radarsensoren erhält Prof. Thomas Walter von der Hochschule Ulm einen mit 7500 Euro dotierten Wissenschaftspreis der Stadt Ulm. Ziel seiner Forschung: das Autofahren sicherer zu machen.

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Wissenschaftspreis für anwendungsorientierte Forschung: Prof. Thomas Walter.  Foto: 

Fahrerassistenzsysteme gelten als Kerntechnologie moderner Autos. Sie erfassen das Umfeld eines Fahrzeuges, unterstützen den Fahrer und warnen ihn sogar in kritischen Verkehrssituationen. Nach einer Studie könnten so fast 80 Prozent der Unfälle mit Todesfolge vermieden oder zumindest positiv beeinflusst werden.

Fahrerassistenzsysteme können also die Anzahl der Verkehrstoten deutlich reduzieren. Weiterhin werden zukünftig Fahrerassistenzsysteme wesentlich dazu beitragen, dass in einer alternden Gesellschaft die individuelle Mobilität länger erhalten werden kann.

Prof. Thomas Walter entwickelte mit seinem Team an der Hochschule Ulm hochintegrierte Radarsensoren als Schlüsselkomponenten moderner Fahrerassistenzsysteme. Sie eignen sich für den Einsatz in komplexen, urbanen Verkehrssituationen. Diese Sensoren sind in der Lage, gefährliche von unkritischen Objekten im Verkehr zu unterscheiden.

Die anwendungsorientierte Forschung von Dr. Walter führte nicht zuletzt deshalb zu einem Erfolg, weil er auch eine intensive Kooperation mit namhaften deutschen Automobilherstellern, -zulieferern, Halbleiterproduzenten und universitären Partnern pflegte. Seine Arbeiten fanden bei nationalen und internationalen Kongressen große Anerkennung.

Die Anwendung der innovativen Radar-Sensorik ist hingegen nicht nur auf den Fahrzeugbereich beschränkt. Erste Ansätze an der Hochschule Ulm zeigen folgendes: Fahrradfahrer werden vor sich von hinten nähernden Objekten gewarnt. Radarsensoren, integriert in einen Straßenpfosten, ermöglichen eine Verkehrszählung und warnen vor Wildtieren insbesondere in der Dämmerung. Drohendes Hochwasser kann durch Pegelmessung an Flüssen angezeigt werden.

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