Winterstarre auf dem Arbeitsmarkt

In den ländlich geprägten Gebieten der Region nimmt die Arbeitslosigkeit saisonal bedingt noch zu. Im Stadtgebiet geht sie bereits wieder leicht zurück.

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Frost und Schnee lassen den Arbeitsmarkt in der Region erstarren. 10 280 Menschen waren im Februar in Ulm und den Landkreisen Alb-Donau und Biberach arbeitslos gemeldet, gerade einmal 30 weniger als im Januar (Ulm und Alb-Donau-Kreis: 7060). Die Arbeitslosenquote von 3,8 Prozent veränderte sich durch diesen minimalen Rückgang nicht.

"Das Winterwetter hat vor allem in ländlichen Regionen zu weiteren Entlassungen geführt. Dagegen ist die Arbeitslosigkeit im Stadtgebiet Ulm schon wieder rückläufig", berichtet Peter Rasmussen, der Leiter der Ulmer Arbeitsagentur. Mit der Frühjahrsbelebung erwartet er im März eine spürbare Abnahme der Arbeitslosenzahlen.

Positive Signale gibt es bereits auf der Nachfrageseite. Der Arbeitskräftebedarf nahm deutlich zu, nachdem die Nachfrage im Januar noch recht schwach gewesen war. Die Agentur hat 160 offene Stellen mehr in ihrer Kartei - insgesamt sind es 3320. Nicht nur von Zeitarbeitsfirmen kamen mehr Vermittlungsaufträge, auch das verarbeitende Gewerbe, der Handel und das Gesundheits- und Sozialwesen meldeten einen größeren Bedarf. Die Kurzarbeit bewegt sich weiterhin auf einem normalen Niveau. Wegen Auftragsmangels meldeten 90 Betriebe für 2400 Arbeitnehmer Kurzarbeit an. Abgesehen davon ruht auf vielen Baustellen die Arbeit: 75 Firmen überbrücken die Schlechtwetterzeit mit dem Saison-Kurzarbeitergeld.

Im Landkreis Neu-Ulm ist die Arbeitslosenquote etwas gestiegen, von 3,7 auf 3,8 Prozent, somit auf das Ulmer Niveau. Dabei schlägt die Entwicklung im südlichen Landkreis zu Buche, wo es mehr Arbeitslosenmeldungen gab als im Januar. Im Raum Neu-Ulm blieb die Arbeitslosigkeit konstant. Es waren insgesamt 3526 Personen arbeitslos gemeldet, lediglich 38 mehr als im Januar. Der Stellenmarkt legte im Landkreis Neu-Ulm ebenfalls zu. 908 offene Stellen (129 mehr als im Vormonat) standen zur Verfügung. "Die Dynamik im Landkreis Neu-Ulm kommt allmählich wieder in Schwung", beobachtet Claudia Wolfinger, die Leiterin der Agentur für Arbeit Donauwörth. Und sie geht davon aus, dass die positiven Signale aus dem angrenzenden Ulmer Arbeitsmarkt die Entwicklung in Neu-Ulm positiv mitbeeinflussen.

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