Wie ein Sechser im Lotto

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Wer sie hört, der staunt. Kaum zu glauben, dass die Melange aus Pop, HipHop, R&B und Jazz inklusiver fett verstärkter Bass-Linien (Jonas Enseleit) und groovendem Beatboxing  (Martin Lorenz) allein aus ihren Goldkehlen kommt. Keine Instrumente, nur eine Stimmgabel: Quintense, die Senkrechtstarter aus Leipzig.

„Wahnsinn! Krass, wieder hier zu sein!“, freute sich die sympathische Vokal-Band, zu der auch noch Sabrina Häckel (Sopran), Katrin Enkemeier (Alt) und Tenor Carsten Göpfert zählen, im fast ausverkauften Roxy.

Quintense gewann im Herbst im Roxy den 4. Ulmer A-cappella-Award. „Auf der Bühne sind sie absolute Weltklasse“, befand die Jury des Wettbewerbs. Dabei hatten sich die Studienkollegen erst 2015 an der Hochschule für Musik und Theater  (HMT) Leipzig gegründet, woran  Sebastian Huber von der Kulturabteilung der Stadt Ulm zur Begrüßung erinnerte. Dreitausend Euro und das Preisträgerkonzert gehörten zum Gewinn.

Bejohlte Cover-Songs wie der Mega-Hit „All About That Bass“ als Reggae, „My Favorite Things“ mit Trompetenklang oder der Jazz-Standard „I Get a Kick Out of You“ bekamen in ausgefuchsten  Arrangements mit innovativen Harmonien neues Leben. Poetisch-smoothe Balladen wie „True Colours“, der religiös-inspirierte Song „Only Hope“ oder das „Nachtlied“, ein Gedicht aus dem Internet, das  Carsten Göpfert vertont hat, gingen unter die Haut – vor allem  aber „In diesem Moment“, eine Hommage an den verstorbenen Roger Cicero.

Mit wechselnden Leadsängern und choreografierter Show  sorgte der Fünfer für Furore. Das war feinste A-cappella-Kultur mit Scatt-Gesang und perfektem Teamwork, Zunge schnalzend, zischend, fingerschnippend, ohne großes Show-Gedöns – außer Nebel und Lichtdesign. Wobei natürlich Tontechnik und Hall geschickt genutzt wurden.

Das Finale mit Robbie Williams` „Let Me Entertain You“ riss das mitklatschende Publikum von den Sitzen. Auch wenn es nur eine Zugabe gab: Dieser Abend war für das begeisterte Publikum wie ein Sechser im Lotto.

Christa Kanand

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