Werte und Kultur durch Musikkapellen

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„Es gilt heute als selbstverständlich, dass zu einem Fest auf einem Dorf eben eine Musikkapelle spielt“, sagte Gerold Noerenberg. Dabei sei das keineswegs selbstverständlich; lediglich die Vorstellung, bei Festen ohne Musik auskommen zu müssen, könnte den Stellenwert verdeutlichen, den Musikvereine in der Gesellschaft einnehmen würden. „Das ist Arbeit und Engagement, das auch Werte vermittelt“, sagte der Bürgermeister auf der Generalversammlung des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes (ASM) Neu-Ulm in Gerlenhofen.

Besonders auf die Jugendarbeit lege der Bund viel Wert, sagte Bezirksjugendleiter Achim Götz und appellierte an die Jugendleiter, die jungen Musiker auch zu der D3-Prüfung zu motivieren, der „Goldkursprüfung“.

Außer zahlreichen erfolgreichen Konzerten und einer neuen Kooperation vom ASM mit dem Festspielhaus Füssen, richtete der Bezirksvorsitzende  Rainer Lohner aber auch mahnende Worte an die Delegierten der einzelnen Vereine: Demnach sei die Meldemoral der Kapellen im Bezirk an die Gema, die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, nicht gewissenhaft genug. „Es wird künftig teuer, wenn man ein Dreitagesfest macht und nur einen Tag anmeldet“, sagte Lohner, der zudem warnte, dass die Gema angekündigt habe, verstärkt Blaskapellen zu überprüfen. „Im Nachhinein können wir euch dann nicht mehr helfen.“

Hilfsbereit zeigt sich der Landkreis was die Bezuschussung des Bezirks angeht: So konnten von den 20 000 Euro Zuschuss der größte Teil an die Vereine ausgeschüttet werden. Eine Umfrage unter den 17 Bezirken hätte zudem eine beachtliche Unterstützung für die Neu-Ulmer ergeben, sagte der Bezirksrat und Stellvertretende Landrat Herbert Pressel.

So bekommen die Musiker in Schwaben durchschnittlich eine Förderung von 6,48 Euro. „Dillingen fördert seine Musiker mit 13,90 Euro, der Landkreis Neu-Ulm sogar mit 18,73 Euro“, sagte Pressel. Außerdem werde auch die finanzielle Förderung der Trachten rege in Anspruch genommen, was ihn besonders freue. Denn nicht nur gesellschaftliche Werte würden so durch die Musikvereine vermittelt, wie schon der Bürgermeister gesagt hatte, sondern auch Kulturgut.

Aktive  Der Bezirk 9 (Neu-Ulm) liegt auf dem zweiten Platz innerhalb des ASM, bezogen auf  Mitglieder und Engagement. Der Neu-Ulmer Bezirk hat 44 Mitgliedsvereine mit 7054 Mitgliedern, davon 2708 aktive Musiker und 1083 Jungmusiker unter 18 Jahren. Im vergangenen Jahr feierte der Bezirk 90-jähriges Bestehen. Die Mitgliedsvereine umfassen 30 Blaskapellen, sechs Jugendkapellen, vier Alphorngruppen, drei Musikschulen und einen Spielmannszug.

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