Wenn's in Ulm hell wird – Blitzer sorgen für Diskussionen

Immer wieder beklagen sich Stadtbewohner über rücksichtslose Raser, gefährliche Situationen im Straßenverkehr und zu wenig Geschwindigkeitskontrollen. Geht es in der Region tatsächlich zu rasant zu?

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Achtung, Blitzer! Zahlreiche Radarfallen sorgen in Ulm und Neu-Ulm für Gesprächsstoff.  Foto: 
Er ist eigentlich ganz unscheinbar und unspektakulär, dieser kleine graue Kasten am Straßenrand. Doch für einige, die regelmäßig zu schnell unterwegs sind, ist so ein Blitzer ein immer wiederkehrender ungeliebter Störfaktor.
 
Dass die zahlreichen Blitzer in Ulm und Neu-Ulm unabdingbar sind, dieser Meinung sind viele Stadtbewohner. Für lärmgeplagte Bürger stellen die Blitzkästen die einzige Möglichkeit dar, rücksichtslose Raser abzubremsen und mehr Ruhe in die Stadt zu bringen. So sorgt auch in der Eythstraße am Michelsberg ein Blitzer dafür, dass in der Tempo-30-Zone die vorgeschriebene Geschwindigkeit eingehalten wird – sehr zur Freude der Anwohner.
 
Seit April dieses Jahres heißt es auch in der Karlstraße, der König-Wilhelm-Straße und auf der Zinglerbrücke: Fuß vom Gas, Tempo 30! Im Gegensatz zur Eythstraße findet man hier lediglich Verkehrsschilder – von Blitzern ist keine Spur. Trotz Änderung des Geschwindigkeitslimits fahren immer noch viele zu schnell. Roland Häußler, Leiter der städtischen Bürgerdienste, spricht von „überdurchschnittlichen Überschreitungsquoten“ speziell in diesen Tempo-30-Zonen. „Aktuell wird im Gemeinderat darüber diskutiert, ob mit deutlicheren Beschilderungen etwas gegen Raser unternommen werden kann oder ob stationäre Kontrollen nötig sind.“
 
Auch der von Union und FDP vergangene Woche vorgebrachte Vorschlag, Blitzerwarner zu legalisieren, sorgt für Gesprächsstoff und Kritik. Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) äußert sich gegenüber der Deutschen Presse Agentur: „Unangekündigte Geschwindigkeitsüberwachung ist notwendig, weil etliche Autofahrer Tempolimits gezielt missachten.“ Diese Meinung – dass Blitzerwarner speziell die Situation in einer Großstadt ganz und gar nicht erleichtern – teilen wohl viele Anwohner, die sich durch Raser gestört fühlen.
 
Aktuell findet man in Ulm und Umgebung 13 fest installierte Radarfallen, die regelmäßig für teure Überraschungen sorgen. Dass das Geschwindigkeitsproblem in Ulm und Neu-Ulm jedoch nicht wirklich mit drastischeren Maßnahmen angegangen wird als in anderen Städten, zeigt zum Beispiel auch der Vergleich mit dem etwa gleich großen Heilbronn: Auch dort gibt es aktuell 13 stationäre Blitzer, die zu schnelle Autofahrer zur Ruhe bringen sollen. Wo man in Ulm und Neu-Ulm überall auf einen stationären Blitzer trifft, können Sie folgender Karte entnehmen:


Blitzer in Ulm, Neu-Ulm und Umgebung auf einer größeren Karte anzeigen

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Kommentare

27.09.2012 21:08 Uhr

So ein Schmarrn...

die vom Autoverkehr verursachten Kosten und Umweltschäden sind nachweislich höher als die entrichteten KFZ- und Mineralölsteuer.
Aber wenn man Schmierfett in den Ohren und Benzin im Kopf hat kann man das nicht wissen, gell?

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27.09.2012 15:35 Uhr

Als Autofahrer sollte man schon ein Gefühl

dafür haben wie schnell man unterwegs ist, ohne ständig auf den Tacho zu schauen. Selten so ein blödes Argument gehört! Zum Autofahren gehört nun mal mehr als nur mit dem einen Fuss aufs Gaspedal zu treten. Mich nerven diese Blitzer zwar auf der einen Seite auch tierisch, doch andrerseits geht mir die Galle hoch, wenn ich als entfernter Anlieger einer Durchgangsstraße mit 30 km/h Limit am Wochenende die aufheulenden Motoren von Vollgasfahrern zu hören bekommen. Wer mit 30 km/h unterwegs ist verursacht nicht so einen Lärm. Außerdem ist der Bremsweg bei 30 km/h deutlich kürzer als bei 50 oder mehr. Die Schilder stehen da nicht um die Autofahrer zu schikanieren, sondern weil da Menschen wohnen die auch ein Recht auf Ruhe haben.

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27.09.2012 02:56 Uhr

Antwort auf „Blitzer in Ulm/Neu-Ulm”

Genau solche Autofahrer wie Sie habe ich manchmal hinter mir , ich halte mich a STVZO und hinter mir entweder Lichthupe akustische Hupe oder zu dichtes Auffahren. Jetzt denken Sie mal darüber nach warum fahre ich vor ihnen so langsam bin ich ein Opa oder so nee falsch geraten ich halte mich an die Beschilderung die Sie offenbar in nicht wahrgenommen oder ignoriert haben.

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27.09.2012 02:08 Uhr

Tempo 30 Zone

In unserem Staat Deutschland ist alles geregelt so genau und strikt nirgendwo auf der Welt. Die Tempo Vorschriften müssen deshalb strikt eingehalten werden ein Auto OHNE Tempomat ist da schlecht. Ich bemühe mich jedenfalls die Geschwindigkeit +- 3kmh einzuhalten. Wenn hinter mir einer hupt hat er das ganze nicht verstanden denn die Schilder habe nicht ich aufgestellt, sondern ich halte mich nur daran. Es gibt weitere Verstösse die man sich im Srassenverkehr einhandeln kann aber wer sich nicht mal an Geschwindigkeitsbegrenzungen halten kann ist entweder ein Spiesser oder oder ein Pflegefall der sowieso nicht schneller al 30 kmh fahren sollte. Wenn er dies mit seiner Firma oder so nicht vereinbaren kann das er sich an die Regeln hält sollte er solange aus dem Alltag aussteigen bis ein Psychiater in wieder hoffentlich auf den richtigen Weg bringt. Das ist meine ganz Ehrliche und auch RICHTIGE Meinung. !!

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26.09.2012 22:22 Uhr

Antwort auf „Antwort auf „Blitzer in Ulm/Neu-Ulm””

Ihre Antwort und Ihr Niveau spricht für sich. Ganz untere Schublade, Ihre Formulierung.

Vielleicht ein ganz fanatischer Autohasser?

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26.09.2012 22:03 Uhr

Antwort auf Antwort auf „Blitzer in Ulm/Neu-Ulm”

Wenn Sie sich nicht leisten können in einem ruhigen Teil Ulms zu wohnen dann ziehen Sie halt in die Ostzone. Habe gehört dass es dort sehr viel Platz, Ruhe und günstige Häuser gibt.

Tempo 30 auf Durchfahrtsstraßen ist eine Zumutung für die Leute die mit Benzin-KFZ-und Mehrwertsteuer diesen Staat vor dem finanziellen Bankrott retten

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26.09.2012 21:24 Uhr

Antwort auf „Blitzer in Ulm/Neu-Ulm”

Selten so einen Dreck gelesen...
Wenn sie nicht in der Lage sein sollten 30 km/h zu fahren, geben sie ihren Führerschein ab und fahren mit der Strassenbahn. Da braucht man nicht auf den Tacho schauen...

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26.09.2012 18:29 Uhr

Blitzer in Ulm/Neu-Ulm

Die gesamten Blitzer führen zu einer erheblichen Unaufmerksamkeit für Geschwindigkeit und Verkehrsgeschehen um einen herum. Man ist mehr damit beschäftigt seien Tacho zu beachten um die vorgegebenen 30 km/h oder 50 km/h o.ä. punktgenau einzuhalten. Dabei können Fußgänger, die an irgend einer Stelle über die Straße renn/laufen, Fahrradfahrer die regelwidrig die Straße queren u. U. vom PKW-Lenker zu spät erkannt werden.

Inzwischen ist auch hinlänglich bekannt, dass die Kommunen bereits die Gelder für "Tempoverstöße" fix in ihre Einnahmen verbuchen. Es also nicht um Regelverstöße geht, sondern um "Sonderabgaben".

Kurz: Um ein paar zu schnell unterwegs seiende zu erwischen, werden die restlichen Autofahrer zu unaufmerksamen Verkehrsteilnehmern, um entweder den Blitzer rechtzeitig zu entdecken oder permanent an der Tachonadel zu hängen.

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