Weltpremiere für den neuen Setra

Daimler kehrt mit Omnibussen in die Erfolgsspur zurück. Das Montagewerk Neu-Ulm ist in der zweiten Jahreshälfte voll ausgelastet. Das Spitzenmodell Setra Topclass kommt nun zur Branchenmesse "Busworld".

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Das neue Setra-Spitzenmodell Topclass - hier aufgenommen bei Nizza - fällt vor allem durch das aerodynamische Design mit neuem Schriftzug auf. Foto: Daimler

Passend zur Weltpremiere des neuen Setra-Flaggschiffs Topclass 500 hat sich die Perspektive im Daimler-Busgeschäft deutlich aufgehellt. Davon profitiert das Montagewerk Neu-Ulm. Nach dem düsteren Verlustjahr 2012 mit mehr als 200 Millionen Euro Minus nehmen die Aufträge wieder zu, zuletzt im Juli um mehr als ein Fünftel gegenüber dem Vorjahreswert. Die Gewinnzone wurde, vor allem im zweiten Quartal, erneut erreicht. Daher sagte Buschef Hartmut Schick gestern bei der Präsentation neuer Modelle im Vorfeld der führenden Messe "Busworld" in Kortrijk: "Wir haben die Talsohle durchschritten."

Bei der europäischen Daimler-Tochter Evobus liegt der Auftragsbestand zwischenzeitlich um mehr als die Hälfte über dem Vorjahr, das allerdings als Tiefpunkt galt. Jedenfalls sind die Produktionswerke in Neu-Ulm und Mannheim in der zweiten Jahreshälfte voll ausgelastet und werden nach Ende der Ferien hochgefahren. Schick plant an den zwei Standorten im Herbst eine 52,5-Stunden-Woche. Dabei seien je zehn Arbeitssamstage geplant.

Wegen der verbesserten Auftragslage kann Evobus auch den mit dem Sparprogramm Globe 2013 verbundenen Personalabbau von zehn Prozent der inländischen Belegschaft vorzeitig auslaufen lassen. Für den Standort Neu-Ulm war ein Abbau von fast 400 Mitarbeitern geplant - allerdings sozialverträglich über Altersteilzeit und großzügig dotierte Aufhebungsverträge. In der Produktion konnten wegen des Aufwärtstrends sogar einige Stellen gehalten werden, hier wurde das Programm schon komplett umgesetzt. Bei den Angestellten gibt es nach Schicks Worten aber noch eine "kleine Ziellücke" von etwa zehn Prozent.

Weil der Personalabbau im Zuge der Altersverträge erst sukzessive wirksam wird, beschäftigt das Werk weiter etwa 3600 Mitarbeiter, zu Beginn von Globe waren es 3700.

Der neue Produktionsverantwortliche und Nachfolger Wolfgang Hänles, Dr. Holger Steindorf, erwartet eine Jahresproduktion von 4000 Einheiten in Neu-Ulm und Mannheim, mit leichten Vorteilen für den Standort Neu-Ulm. Hier entstehen längst nicht nur Setra-Omnibusse, sondern wegen des Produktionsverbunds vor allem Mercedes-Citaro-Stadtbusse (siehe Infokasten). Steindorf rechnet damit, dass die Arbeitszeitkonten der Belegschaft zum Jahresende zweistellig im Plus stehen.

Große Erwartungen ruhen auch auf der Setra-Topclass, die Schick das "Familienoberhaupt" der Busfamilie nannte. Das Design wurde aerodynamisch überarbeitet, die Luftwiderstandswerte liegen auf Sportwagenniveau. Dieseleinsparung bei den Euro-6-Motoren: acht Prozent.

Für Impulse im Reisebusgeschäft sorgen aus Sicht von Schick und Vertriebschef Till Oberwörder nicht zuletzt die neuen Fernbuslinien: mit 300 bis 400 Fahrzeugen pro Jahr.

Setra und Mercedes
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Kommentare

05.09.2013 07:02 Uhr

Neuer Bus

Meine Gratulation, da habt ihr wieder was super kreiert und gebaut. Suuuuper

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