Warum nicht Müller werden?

Um Schüler bei der Qual der Berufswahl zu unterstützen, veranstaltete die Pfuhler Realschule bereits zum zehnten Mal einen Berufsfindungstag für die bayerische Region. Rund 1000 Schüler informierten sich.

|

"Ich weiß noch nicht, was ich später einmal machen will." Alina (14 Jahre) besucht die 9. Klasse und freut sich, dass sie die Möglichkeit hat, Informationen über verschiedene Berufe zu bekommen. "Zeigen wie wichtig die Berufswahl ist." Mit diesem Aufruf eröffnete Schulleiter Hans Herbasch den zehnten Berufsfindungstag an der Inge-Aicher-Scholl Realschule in Pfuhl. Die Wirtschaft boomt und braucht Nachwuchs - zu diesem Schluss kamen alle Redner bei dieser in der Region einzigartigen Schul-Veranstaltung.

Der Neu-Ulmer Oberbürgermeister Gerold Noerenberg betonte, dass eine qualifizierte Ausbildung äußerst wichtig sei. "Wie sich unsere Region entwickelt, liegt auch an der Jugend. Wir haben gute Voraussetzungen, was ein Ansporn dafür sein soll, nicht stehen zu bleiben, sondern so weiterzumachen - auf eine gute Zukunft."

Zum Berufsfindungstag hatte die Realschule auch dieses Jahr wieder weitere Schulen aus dem Umkreis eingeladen. So waren Schüler, Lehrer und Eltern aus Neu-Ulm, Vöhringen, Weißenhorn, Senden, Straß und Günzburg zu Gast. Insgesamt waren rund 1000 Schüler in die Realschule gekommen, um sich über die verschiedensten Ausbildungsberufe und weiterführende Schulen zu informieren.

Dabei standen den interessierten Jugendlichen von der 8. bis zur 10. Klasse Vertreter von etwa 50 Firmen für Gespräche zur Verfügung. Von Einzelhandelsberufen über Möglichkeiten bei Handwerk, Gastronomie und Polizei bis zur Bundeswehr war ein breites Spektrum geboten.

"Jungen Menschen den Einzelhandel nahe bringen und zeigen, welche Aufstiegs- und Karrieremöglichkeiten es in diesem Bereich durchaus gibt." So beschreibt eine Mitarbeiterin der Bauhaus AG das Ziel, welches sie und ihre Kollegen mit dem Berufsfindungstag anstreben. Auch wenn die Teilnahme an diesem Tag nicht unmittelbar danach spürbar sei, so bestehe doch die Möglichkeit, dass sich der ein oder andere, wenn es ans Schreiben von Bewerbungen geht, an die Gespräche erinnere.

Die Junginger Schapfen-Mühle, die zum zweiten Mal am Berufsbildungstag vertreten war, wollte sich als Arbeitgeber bekannt machen. "Wir wollen den Schülern unsere Produkte vorstellen und erhoffen uns Bewerbungen, etwa für den Müller", sagte eine Vertreterin der Mühle. Wer weiß eigentlich, was ein moderner Müller heute alles kann?

Die VR-Bank Neu-Ulm/Weißenhorn ist seit Jahren beim Berufsfindungstag vertreten. "Wir haben immer wieder Auszubildende, die diese Schule besucht haben, was zeigt, dass unsere Präsenz Wirkung zeigt", sagte eine Mitarbeiterin.

In diesem Zusammenhang spricht Direktor Herbasch von einer "Win-win-Situation". So helfe dieser Aktionstag einerseits den Firmen, Auszubildende zu werben. Andererseits hätten die Schüler die Chance, selbst seltene Ausbildungsberufe kennen zu lernen und zu erfahren, was deren Voraussetzungen und Vorzüge sind und welche Zukunftsperspektiven bestehen.

"Ich finde den Berufsfindungstag sehr sinnvoll. Man lernt die verschiedensten Unternehmen kennen und kann nachfragen, was deren Forderungen sind", sagt der 15-jährige Murat. Anja, die die 9. Klasse besucht, weiß schon, was sie werden will - "Bürokauffrau". Dennoch schaut sie sich um.

"Vielleicht finde ich etwas, das mir zudem noch gefällt." Niklas (14) sagt, dass er lange Zeit keine Ahnung hatte, was er machen will. "Jetzt sehen wir, was welche Firma macht. Hier hat man eine Übersicht, das ist super."

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Kollision nach Reifenplatzer - drei Verletzte

Auf der B19 zwischen Ulm-Böfingen und Lagenau gab es auf Höhe von Seligweiler einen schweren Unfall. Unfallursache wahr wohl ein geplatzter Reifen. weiter lesen