Vor 50 Jahren wurde St. Jakob evangelisch

Dass ein Mensch seine Religionszugehörigkeit wechselt, kommt ab und zu vor. Bei Kirchengebäuden ist das eher selten, aber St. Jakob in Burlafingen ist so ein Fall. Vor 50 Jahren, im Juli 1965, ist die Jakobskirche evangelisch geworden.

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Das Jubiläum wird am Sonntag, 26. Juli, gefeiert. Es gibt einen Festgottesdienst mit Regionalbischof Michael Grabow, der um 10 Uhr beginnt und vom Posaunenchor Pfuhl gestaltet wird, anschließend ist Empfang im Kirchgarten.

In der Burlafinger Ortschronik wird erstmals 1275 eine Kapelle erwähnt, die zwölf Jahre später durch das Kloster Söflingen übernommen wurde. An die bestehende, dem Heiligen Jakob geweihte Kirche wurde im Jahr 1660 ein Turm neu angebaut. Besonders war damals, dass es eine Turmuhr gab. Der Turm jedoch stürzte 1820 ein, woraufhin die Ortsverantwortlichen beschlossen, die gesamte Kirche neu zu bauen. Die Katholiken nutzten die Kirche, die jedoch im Lauf der Zeit zu klein wurde. Die Kirchengemeinde baute neu: Es entstand St. Konrad, das Gotteshaus wurde 1960 eingeweiht und bezogen.

Daraufhin boten die Katholiken die Jakobskirche den Protestanten an, deren Gemeinde auch gewachsen war und die die Kirche 1962 kaufte und umbauen ließ. Und so wurde am 11. Juli 1965 nach dreijähriger Renovierungszeit St. Konrad als evangelisch-lutherische Kirche wieder eingeweiht.

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