Vielseitigkeit ist gefragt

Einmal viel Schnee am Unterjoch, einmal wenig Schnee in Albstadt-Ebingen. Bei der Talentiade der kleinen, alpinen Skifahrer ist nicht nur das Wetter eine Herausforderung.

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188 Kinder aus der Region waren beim ersten Durchgang der VR-Talentiade am Unterjoch dabei. Foto: Frank Schoger

Die Pokale sind säuberlich aufgereiht, daneben kleine Geschenke, die schon mit großen Augen bestaunt werden. Wer bekommt wohl was? Die Talentiade ist zweifellos etwas anderes als ein normales Skirennen. Einige Vereine machen deshalb nicht mit, sie setzen auf "echten Rennsport".

"Ich finde es sehr gut, dass bei der Talentiade eben mehr gefordert ist als das reine Stangenfahren. Das schult die Kinder und sorgt für eine gute Grundlagen-Ausbildung", sagt Steffi Fetzer, Trainerin des DAV Ulm. Ganz davon abgesehen, dass es den meisten Kindern der Jahrgänge 2001 bis 2005 einfach mehr Spaß macht. Das wurde schon im ersten Durchgang im Unterjoch unter Beweis gestellt. Ausgerichtet wurde das Rennen vom Skiteam Heroldstatt, das mit einer ganzen Meute kleiner Skizwerge in giftgrünen Jacken mit von der Partie war.

Natürlich ist Geschwindigkeit gefragt. Doch das ist nicht alles. Auch kleine Wellen sind zum Beispiel eingebaut. "Die musst du drücken", erzählt eine Teilnehmerin und demonstriert dem Laien gleich mal, wie das geht. Weiter oben stellt das "Dach" viele Kinder vor Probleme: Zwischen den Stangen ist ein spitzer Hügel aufgeschüttet, den man jedesmal überqueren muss, um zur nächsten zu kommen. Am Sprung gilt es dann schon frühzeitig die Richtung zu haben, sonst fliegt man raus.

Am Tag vor dem Rennen wird immer auf dem Kurs trainiert, gemeinsam mit Trainern des Schwäbischen Ski-Verbandes, die wertvolle Tipps geben. Julia erwischt es beim Üben: Sie hat die Richtung nicht, landet unsanft auf der Nase und trägt die Spuren davon im Gesicht. Am nächsten Tag aber ist alles vergessen: Julia wird Dritte des Jahrgangs 2003. Entsprechend stolz nimmt sie den Pokal entgegen.

Mit ihrer Leistung ist Julia bereits für das große Finale qualifiziert, wie einige andere des DAV Ulm, der immer eine der größten Mannschaften stellt. Auch der zweite Durchgang in Ebingen war sehr anspruchsvoll. "Wechselnde Rhythmen, zwei Schanzen und die harte Piste haben den Kindern viel abgefordert", sagt Steffi Fetzer, die sich wieder über fünf Podestplätze freute. Jonas Schmid fuhr die drittschnellste Zeit überhaupt und wurde damit Sieger des Jahrgangs 2001, ebenso wie Liv-Grete Strobl bei den Jüngsten. Überzeugend der Auftritt von Nadine Fetzer (Jg. 2002), dem zweitschnellsten Mädchen. Nach dem ersten Lauf hatte sie sogar geführt. Aber auch das ist eine Besonderheit der Talentiade: Es zählt der bessere von zwei Läufen. Damit hat jeder eine zweite Chance. Finn Paul wurde ebenfalls Zweiter, Dritte Julia Wörndle. Am Ende also ein Tag zum Strahlen für alle - nicht nur für die Athleten des DAV Ulm.

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