Vielfältiger, aber zu langer Abend im Stadthaus

Der Anthropologe und Vizerektor der Uni Ulm, Helmut Baitsch, entwickelte in den 1980ern Musikinstrumente, um sie in Therapie und Prävention einzusetzen.

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Daraus entstanden vor 30 Jahren an der Uni der Instrumentenbau und das Musiklabor EMU sowie schließlich das Musische Zentrum MUZ, das sein vielfältiges Angebot jetzt einmal mehr im Stadthaus präsentiert hat.

In Vertretung des abwesenden Dr. Wolf-Dieter Trüstedt referierte MUZ-Leiterin Christine Söffing den interessanten Musikfilm "Pseudo-Gong im Rausch-Feld", der mit dem Musikprogramm Pure Data erstellt war. Später führte das Ensemble des EMU "Molekuele" auf, ein klangschönes Musikstück mit vier selbstentwickelten Instrumenten sowie elektronischen Zutaten. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Zuschauerraum schon über die Hälfte geleert, da die Zeitverschiebung von 45 Minuten durch Überziehen von Programmpunkten ermüdend wirkte.

Begonnen hatte der Abend mit der Uni-Big-Band unter der Leitung von Michael Lutzeier. Das seit 25 Jahren bestehende Ensemble stellte mit Titeln von Count Basie und George Gershwin hervorragende spielerische Qualitäten in allen Registern unter Beweis. Das Uni-Ballett tanzte zu Auszügen aus Glucks "Orpheus und Eurydike", bevor das Orchester unter Burkhard Wolf mit "A Classical Ouverture Light" von Frieder Kögel einen musikalischen Spaß aufführte, der zwei Pop-Themen ("Money, Money, Money" von Abba und "All You Need Is Love" von den Beatles) in Beethovenscher Manier klassisch verarbeitete. Autodidakt Kevin Thome spielte erfrischend auf dem irischen Dudelsack, der Kammerchor sang Auszüge aus Bachs Johannes-Passion, nach der Pause erklang vom Unichor unter Albrecht Haupt ein Auszug aus Haydns "Schöpfung". Nach interessanten Texten der Schreibwerkstatt bot die Rio-Samba-Gruppe mitreißende Rhythmen, bevor die Klavierklasse mit Chopin und Joplin den zu langen Abend beschloss.

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