Viel Grün auf wenig Platz

Kräuter, Salatköpfe und selbst Kohlrabi auf engstem Raum - die Messe Gartenträume zeigt, wie sich das auch auf dem Balkon verwirklichen lässt.

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Schönes und Nützliches für Balkon und Garten gibt es auf der Messe "Gartenträume" jede Menge, von Blumenzwiebeln bis zu komplett gestalteten Gärten. Die Aussteller präsentieren eine Menge Ideen und auch Neuheiten. Zwei Trends sind besonders auffällig: der Nutzgarten auf kleinstem Raum und die Gartengestaltung mit Stein.

Betonplatten statt Rasen, das ist sehr gefragt. "Die Leute wollen Erholung und so wenig Gartenarbeit wie möglich", sagt Matthias Scheer von der gleichnamigen Firma für Gartengestaltung aus Gögglingen. Gepflasterte Flächen schaffen Räume zum Aufhalten, für Liegestühle, Sitzbänke und Grill. Und weil ein bisschen Grün schon auch noch dazugehört, wird Pflegeleichtes gepflanzt: Kirschlorbeer als Hecke zum Beispiel, Gräser, die nicht viel Wasser brauchen, und Blumen mit Zwiebeln, die jedes Jahr wieder blühen.

Betonplatte ist freilich nicht gleich Betonplatte. Scheer hat photokatalytisches Pflaster verlegt, das durch seine Beschichtung die Stickoxidkonzentration in der Luft reduzieren soll. Solche Pflastersteine wurden zuerst im Straßenbau eingesetzt. Durch feine Kiesel in den Fugen kann Regenwasser versickern.

Nachhaltigkeit ist in diesem Jahr ein großes Thema auf der Gartenmesse. Ein paar Beispiele: LED-Beleuchtung für den Garten verringert den Energieverbrauch deutlich und hält länger. Spezielle Pumpen für den Gartenteich können die Stromkosten um bis zu 50 Prozent senken. Wege aus Schotter lassen das Regenwasser versickern. Auch Recycling spielt eine Rolle. Wie bei der "Essbaren Wand".

Diese sieht auf den ersten Blick aus wie eine Kleiderstange, an der in vier Reihen schwarze Beutel hängen. Sie sind aus recyceltem PVC. In den Beuteln stecken Töpfe mit Kräutern. Auf engstem Raum lässt sich so der ganze Küchenvorrat an Thymian, Rosmarin und Co. unterbringen. Ein Bewässerungssystem sorgt dafür, dass jedes Pflänzchen genügend Wasser abkriegt.

Ebenfalls für Leute mit wenig Platz ist die Gemüseinsel gedacht, eine Art Hochbeet, das auch an den Seiten bepflanzt werden kann. In 40 Löchern können die Besitzer Kräuter, Salate und sogar Kohlrabi ziehen. Auf 50 mal 50 Zentimetern gedeihen an die 50 Pflanzen, sagt Sibylle Maag von "Vergessene Künste" aus Lechbruck im Allgäu. Sie hat die Gemüseinsel erfunden.

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