Integration ausländischer Mitarbeiter: Verstehen, nicht bewerten

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Sie bezeichnet sich als einziges afghanisches Model weltweit. Zohre Esmaeli floh mit 13 Jahren mit ihrer Familie aus Afghanistan nach Deutschland, emanzipierte sich drei Jahre später vom konservativen Familienbild und den Vorstellungen ihrer Eltern und begann als Model zu arbeiten. Jetzt sprach sie anlässlich des zweijährigen Bestehens des Welcome Center der IHK Ulm über Integration von Migranten in Betrieben. Das Center kümmert sich um internationale Fachkräfte, Studenten und Unternehmen, die ausländische Mitarbeiter suchen.

Wichtig sei es, sich in die Situation der Mitarbeiter zu versetzen. „Was würde ich machen, wenn ich nach Afghanistan ziehen würde?“, fragte Esmaeli. Die verinnerlichten Vorstellungen aus der Heimat seien für ein Leben im neuen Land meist unbrauchbar. „Genau so geht es den Flüchtlingen hier in Deutschland auch.“ Der Stellenwert der Familie, die Rolle der Frau, aber auch die Struktur von Politik und Verwaltung gebe es dort beispielsweise nicht. Deshalb sei es wichtig, zu versuchen, die Situation des neuen Mitarbeiters zu verstehen, aber nicht zu bewerten und ihn Schritt für Schritt einzuarbeiten. Aber, es bedürfe keiner Akzeptanz und keiner Kompromisse etwa gegenüber fehlender Achtung gegenüber Frauen. „Das ist ein Grundrecht, das gilt es nicht zu diskutieren.“ Genauso dürfe Religion am Arbeitsplatz keine Rolle spielen.

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