Verschwunden und wieder aufgetaucht

Sängerin Tina Dico ist Stammgast im Ulmer Zelt. Die Dänin zeigte sich dort jetzt vielfältiger denn je - dank neuer Liebe und neuer Heimat Island.

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    Wahl-Isländerin Tina Dico sang im Ulmer Zelt. Foto: Lars Schwerdtfeger
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Mal vorübergehend abtauchen, dagegen ist nichts einzuwenden. Die dänische Sängerin Tina Dico hatte sich dazu nach zehn Jahren fast unentwegten Tourens auf die Insel Island zurückgezogen. Im neuen Haus in Reykjavik fand die 35-Jährige genügend Ruhe und Inspiration, um im vergangenen Jahr - so wie sie es immer tut - auf der Akustikgitarre ihr fünftes Studioalbum zu schreiben und zusammen mit ihrem langjährigen musikalischen Alter Ego und neuem Lebenspartner im heimischen Tonstudio einzuspielen. "Where Do You Go To Disappear?" heißt die Platte. Wohin gehst du, um zu verschwinden?

Nun, zum Glück ist Tina Dico - oder Dickow, wie sie mit Geburtsnamen heißt - rechtzeitig wieder aus der isländischen Versenkung aufgetaucht. Rechtzeitig, um nicht nur die zwölf neuen Songs live auf einer Tour vorzustellen, sondern auch, um zum dritten Mal in vier Jahren das Programm des Ulmer Zelts zu bereichern. Wie bereits 2010 und 2011 war sie dort am Donnerstag zu Gast, mit Band und ihrer neuen Liebe Helgi Jonsson. Wie fast auf den Tag genau zwei Jahre zuvor sprang der Funke zwischen der zierlichen Blondine mit Gitarre und ihren Fans von Anfang an über. Wie damals spielte sie ihre Hits "Count To Ten", "Paper Thin", "On The Run", dazu ein heiteres Cover von Bob Dylans "Dont Think Twice, Its Alright" mit New-Orleans-jazzigem Posaunen-Solo und eine reizende Version von "Room With A View", das in einem zärtlich hingehauchten "Beautiful You" gipfelte.

Dabei zeigte sich: Das vorübergehende Verschwinden, neue Liebe und neue Heimat tun der Sängerin gut. Tina Dico hat seit ihrem Abtauchen an Facetten dazugewonnen. Kein Wunder, dass ein an Sigur Rós erinnerndes "Break of Day" im Duett mit Isländer Helgi Jonsson in der Mitte des rund 100-minütigen Sets besonders begeisterte. Beim Schreiben hatte sie weite, karge Landschaft um sich herum. Die scheint im ernsten neuen Stück "Moon To Let" richtiggehend durch.

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