Neue Imagekampagne der Stadtwerke

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Werbung mit gestrickter Unterhose: Eines von mehreren Plakaten der neuen SWU-Imagekampagne.  Foto: 

Es sind nur drei Worte, und doch stehen sie für einen – selbst gewollten – Imagewandel der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm (SWU). „Verlass Dich drauf“, lautet der neue Slogan, mit dem das kommunale Unternehmen von Montag an im Rahmen einer breit und dauerhaft angelegten Kampagne an die Öffentlichkeit geht und der den bisherigen Spruch „Zusammen für eine bessere Umwelt“ ablöst.

Plakatwände, Kino- und Radiospots sowie Internetseiten im neuen Gewand sollen „den Menschen ein gewandeltes Selbstverständnis der Stadtwerke nahebringen“, wie SWU-Geschäftsführer Klaus Eder am Freitag anlässlich einer Pressekonferenz im SWU-Gebäude an der Karlstraße vor zahlreichen Medienvertretern sagte. Kernbotschaft: Die Zeiten wandeln sich, besonders auf dem Feld der Energie-, Mobilitäts- und Kommunikationsversorgung – aber die SWU bleiben ein verlässlicher Partner.

Konservative Zeitgenossen mögen sich vielleicht wundern, dass sie in der Werbekampagne geduzt werden. Doch die Vertraulichkeit ist gewollt. „Wir sind ein Bürgerunternehmen, ganz nah dran am Menschen und bereit zum Dialog“, sagt Eder. Dafür wie auch für „mehr Emotionalität“ stehe die Du-Anrede, ebenso die Fotomotive in den Anzeigen, in denen Kinder dominieren. Zum Beispiel ein Bub mit einer ausnehmend hässlichen orangefarbenen Strickunterhose in der Hand und dem nebendranstehenden Satz: „Auf Muttis Geschmack ist nicht immer Verlass. Auf SWU Wärme schon.“

Der in mehrmonatiger Vorarbeit gemeinsam mit einer Münchner und einer Neu-Ulmer Agentur ausgetüftelte Marken-Relaunch – er hat Eder zufolge nur einen geringen sechsstelligen Betrag gekostet – kommt nicht von ungefähr. Durch die Beteiligung an überregionalen Energieerzeugerprojekten wie etwa dem Kohlekraftwerk im nordrhein-westfälischen Lünen waren die SWU in den vergangenen Jahren tief in die roten Zahlen gerutscht und mussten von den Städten Ulm und Neu-Ulm mit insgesamt 60 Millionen Euro gestützt werden (wir berichteten).

Langsam aus der Talsohle

Seit 2015 geht es langsam aber stetig wieder bergauf, Eder rechnet für das Jahr 2017 sogar erstmals mit einem positiven Jahresergebnis. Diese Entwicklung sei vor allem einer inhaltlichen Neustrukturierung, nachhaltigen Kostensenkungen und einer „guten Einkaufsstrategie“ zu verdanken, so der Geschäftsführer. Aber auch einem „geschärften Selbstverständnis“ und der Tatsache, dass die gut 1000 Mitarbeiter an einem Strang zögen.

Dass die SWU für ihre neue Kampagne das bisherige Leitthema „Umwelt“ aus ihrem Slogan herausgenommen haben, habe inhaltlich nichts zu bedeuten, unterstreicht der SWU-Chef. „Umweltschutz gehört mittlerweile so sehr zur DNA unseres Unternehmens, dass wir darüber nicht mehr zu reden brauchen.“

Generell wollen die Stadtwerke baldmöglichst ihren kompletten Kundenservice unter einem Dach integrieren. Derzeit gibt es für die Kunden je nach Anliegen verschiedene Anlaufstellen. „Die Wege müssen kürzer werden“, sagt Eder. Deshalb werde das Service-Center Neue Mitte beim Rathaus nach und nach alle Stadtwerkethemen abdecken.

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