Ursache für Fehlalarm an List-Schule war wohl defektes Erdkabel

Der Fehlalarm an der Friedrich-List-Schule in Ulm wurde vermutlich durch einen technischen Defekt ausgelöst, das teilte die Stadt mit.

|
Die Ursache für den Fehlalarm an der Friedrich-List-Schule ist wohl nun gefunden.  Foto: 

Nun ist die Ursache für den Fehlalarm an der Friedrich-List-Schule in Ulm am Dienstag wahrscheinlich geklärt. Nach allen bisher vorliegenden Erkenntnissen sei der Amok-Fehlalarm durch einen technischen Defekt ausgelöst worden, das teilte die Stadt Ulm am Mittwochnachmittag mit. Es spreche alles für einen Kabelschaden, der schließlich dazu führte, dass in einem Teil des Gebäudes Amok-Alarm ausgelöst wurde.

Bauarbeiten an der Schule scheiden jedoch nach Angabe der Stadt als Fehlerquelle aus – anders als vor zwei Jahren, als auch ein Fehlalarm ausgelöst worden war. Aktuell suchen Mitarbeiter des städtischen Gebäudemanagements und einer Fachfirma noch intensiv nach der Fehlerquelle.

OB Czisch dankt Einsatzkräften

Oberbürgermeister Gunter Czisch dankte indessen der Polizei in der Mitteilung der Stadt ausdrücklich für ihren Einsatz, bei dem Kräfte aus Baden-Württemberg und aus Bayern „hervorragend zusammen gearbeitet haben.“. Der Oberbürgermeister bezeichnete die Arbeit der Einsatzkräfte als „hoch professionell und sehr besonnen“.

„Auch wenn es gottseidank nur ein Fehlalarm war: Das Führungs- und Lagezentrum im Neuen Bau musste zunächst vom Schlimmsten ausgehen, schließlich geht es um Menschenleben. Die Polizei hat richtig gehandelt. Das ist auch ein gutes, beruhigendes Signal an die Bürgerschaft, dass sie sich auf die Arbeit unserer Polizei verlassen kann“, sagte Czisch.

Am Dienstag ist an der List-Schule gegen 12 Uhr ein Amokalarm ausgelöst worden. Die Polizei und das SEK waren mit einem Großaufgebot vor Ort. Auch ein Hubschrauber war im Einsatz. Erst nach etwa zwei Stunden hat sich herausgestellt, dass es sich um einen Fehlalarm handelte. In der Zeit hatten sich die Schüler in den Klassenräumen verbarrikadiert.

Lesen Sie auch:
Ausnahmezustand in der Innenstadt:
Eine Fehlwarnung löste am Dienstag einen Polizeieinsatz sondergleichen aus. Erst nach mehr als zwei Stunden gab es Entwarnung. Hier geht’s zum Text.
Schüler: Notfall-Szenario geübt
Schüler übten am ersten Tag nach den Ferien ein Notfall-Szenario. Schon am zweiten Tag mussten sie sich danach verhalten. Hier geht’s zum Text. 
„Wir waren mucksmäuschenstill“
Auch wenn alles diszipliniert ablief: Für Schüler wie Lehrer ist eine Alarmsituation mit anschließender Verbarrikadierung psychisch extrem belastend – und muss aufgearbeitet werden. Hier geht’s zum Text.


Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Ende der möglichen Jamaika-Koalition kam für viele Ulmer überraschend

Umfrage: Einige Passanten hätten sich eine Einigung gewünscht, manche finden das Handeln der FDP jedoch konsequent. weiter lesen