Uni sucht Teilnehmer für Demenz-Studie

Spiele gegen Demenz? Warum nicht. Eine Forschungsgruppe der Uni Ulm will mit einem spielebasierten Trainingskonzept das Demenz-Risiko mindern.

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Hintergrund des Ansatzes: Geistiger Abbau im Alter ist bekanntlich nicht selten, die Angst vor einer Demenzerkrankung ist weit verbreitet. Aber was dagegen tun? Zahlreiche Studien belegen inzwischen: Wer das Gehirn regelmäßig trainiert, bleibt länger fit. "Laut einer Studie mit mehr als 29 000 Teilnehmern konnten Menschen mit einem geistig stimulierenden Lebensstil das Risiko einer Demenzerkrankung sogar halbieren", sagt Prof. Iris-Tatjana Kolassa, Leiterin der Klinischen und Biologischen Psychologie der Uni Ulm und im Vorjahr bekanntlich mit dem Wissenschaftspreis der Stadt Ulm ausgezeichnet.

Auch verschiedene Gehirntrainings seien bereits erfolgreich getestet worden, teilt die Universität Ulm mit. Experten zufolge konnten sich die Teilnehmer nach dem Training sogar bei den Aufgaben besser konzentrieren, die nicht Teil des Übungsprogramms waren. Nur: "Die bisherigen Ansätze zum Gehirntraining sind wenig abwechslungsreich und selten motivierend", weiß Dr. Winfried Schlee, Leiter der Forschungsgruppe um Professorin Kolassa. Genau dies aber sei wichtig, um größtmögliche Veränderungen im Gehirn und dessen Leistung zu bewirken. "Ziel unseres neuen Ansatzes ist deshalb, das Training motivierender und abwechslungsreicher zu gestalten", erklärt der Projektleiter. Dazu werden noch "Mitspieler" beiderlei Geschlechts gesucht. Teilnehmen können Männer und Frauen ab 65 Jahren.

Vorgesehen ist demnach ein spielebasierter Trainingsansatz in Kleingruppen. Dabei sollen bewährte computerbasierte Trainingskonzepte in Karten- und Brettspielformate übersetzt werden. "Wir werden ausgewählte Spiele anwenden, die unterschiedliche Komponenten der Aufmerksamkeit ansprechen. Unter Betreuung von Psychologen werden die Spiele jeweils von den Spielern selbst an ihre Bedürfnisse und Leistungsniveaus angepasst", so Schlee, der eines verspricht: "Mitmachen lohnt sich." Die Teilnahme an der Studie ist kostenlos, der Zeitaufwand überschaubar: drei Mal pro Woche jeweils zwei Stunden über einen Zeitraum von sechs Wochen (4. März bis 12. April).

Info
Anmeldung bei Lisa Dommes unter Tel. (0731) 14 53 03 30 oder per E-Mail lisa.dommes@uni-ulm.de oder bei Patrick Fissler unter Tel. (0731) 50-265 99 oder per E-Mail patrick.fissler@uni-ulm.de

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