Umzug nach Dornstadt im Blick

Die Bundeswehr hat am Sonntag das 50-jährige Bestehen des Lazarettregiments 41 gefeiert. Viele Ulmer verfolgten den Festakt und die Serenade mit dem Heeresmusikkorps 10 auf dem Münsterplatz.

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Die Musiker des Heeresmusikkorps 10 Ulm spielten zum Geburtstag des Lazarettregiments zu Füßen des Ulmer Münsters. Foto: Sophie Krauss

Bis Ende 2014 wird das Lazarettregiment 41 die Hindenburgkaserne in Ulm räumen und in die Rommelkaserne in Dornstadt umziehen. Dann ist die Kaserne frei, versicherte Oberfeldarzt Dr. Gregor Banik, Kommandeur des Lazarettregiments, beim Empfang am Sonntag in Kornhaus. Dort feierte das Regiment das 50-jährige Bestehen, bevor die Festgäste zum offiziellen Festakt und der Serenade des Heeresmusikkorps 10 auf den Münsterplatz umzogen. Die Stadt Ulm möchte die Kaserne baldmöglichst erwerben, um dort vorrangig Wohnungsbau anzusiedeln. Oberbürgermeister Ivo Gönner schlug scherzhaft vor, die Stadt solle die Kaserne doch schon heute kaufen und der Bundeswehr vermieten.

Als die Festrednerin, Ministerin Annette Schavan (CDU), auf dem Münsterplatz ans Mikrofon schritt, hatten sich viele Zuhörer versammelt. "Ihr Einsatz ist die zivil-militärische Zusammenarbeit. Eine Arbeit, die in Zukunft in den Krisenregionen immer wichtiger werden wird", rief Schavan den Sanitätern zu. Im Schein der Fackeln der angetretene Ehrenkompanie ging die Ministerin darauf ein, dass 80 Prozent des Soldaten dieser Einheit wenigstens über einen mittleren Schulabschluss verfügen. Sie sei froh, dass die Bundeswehr in Ulm Teil der Stadtgesellschaft sei und es keine Skepsis und keine Reserviertheit den Soldaten gegenüber gebe.

Die Zeiten, in denen von dem wirtschaftspolitischen Riesen und sicherheitspolitischen Zwerg Deutschland geredet wurde, gehörten der Vergangenheit an. Das bevölkerungsreichste Land und die stärkste Volkswirtschaft Europas sei bereit. Verantwortung zu übernehmen. "Nicht zuletzt, weil unsere Geschichte uns lehrt, dass Menschenwürde und Menschenrechte, Freiheit und Demokratie nicht von allein, sondern oft in einem mühsamen und schmerzvollen Prozess entstehen."

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