UMFRAGE: Zeichen gegen Rechts setzen

Gegen Rechts demonstrierten rund 500 Menschen am Montag in der Neu-Ulmer Innenstadt. Die Demonstranten fordern ein klares NPD-Verbot.

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"In dieser Stadt ist einfach kein Platz für Intoleranz und Rassismus", sagt Tim Mayer (27). "Wir müssen Zeichen setzen." Viele Bürger forderten zu recht ein Verbot für die seiner Meinung nach "menschenfeindliche" NPD.

"80 Prozent des Landes sind gegen die Existenz dieser Partei. Es ist mir ein Rätsel, dass es noch nicht gelingt, die NPD zu verbieten", sagt Sylvia Mang, Parteimitglied der Linken. "Man darf ihnen nie das Feld überlassen." Stefanie Steffen (23) meint aber, dass die rechtsextreme Partei im Untergrund noch gefährlicher werden könnte. "Jeder muss Farbe bekennen. Was wir heute hier machen, ist gelebte Demokratie."

"Wer unmenschliches Gedankengut weiterverbreitet und gegen Menschenrechte verstößt, hat in der Politik nichts verloren", sagt die Direktkandidatin der Ulmer Piraten, Lisa Collins. "Heute müssen wir gemeinsam ein deutliches Zeichen gegen Rechts setzen." Dass Rechtsextreme vor religiösen Gebäuden aufmarschieren wollen, findet Reinhard Gumz (68) unglaublich. "Am Samstag ist ein Aufmarsch vor der Moschee und dem Falkenturm von ,Pro Deutschland geplant. Wir werden dann wieder aktiv dagegen vorgehen, ich demonstriere natürlich mit." Duygu An (28) ist für Demokratie und gegen Diskriminierung. "Nur wenn viele gegen Rechts demonstrieren, bringt es auch etwas."

Auch der 62-jährige Axel Korn hofft auf eine hohe Beteiligung der Bürger. "Die NPD ist die gefährlichste faschistische Organisation in Deutschland, deren Hauptanliegen es ist, die Arbeitnehmerschaft in Rassen und Klassen zu spalten. Man muss sich ihr entgegenstellen."

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