Umfrage: Junge Wähler halten wenig von Schwarzgelbgrün

Eine Dreierkoalition aus Konservative, Liberalen und Ökopartei sehen viele junge Wähler skeptisch – so das Resultat einer Straßenumfrage.

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Eine Jamaika-Koalition birgt die Gefahr vieler Streitereien. Das ist die Überzeugung von Lara Mücke (22) aus Ulm. „Die Parteien sind in ihren Ansichtspunkten zu unterschiedlich.“ Deshalb plädiert sie für eine große Koalition. Zumal sie ihre Erststimme Hilde Mattheis (SPD) gegeben hat.

Mit ihrer Meinung ist Mücke nicht allein. Ein Großteil der jungen Erwachsenen kann sich ein Jamaika-Bündnis zwischen Union, FDP und Grünen eher weniger vorstellen, wie eine Straßenumfrage zeigt. Vanja Wosevic (28) aus Ulm sagt zwar nicht, was er gewählt hat. Offen äußert er sich dagegen zu einer möglichen schwarz-gelb-grünen Koalition:  „Ich bin skeptisch. Falls es dazu kommt, müsste jede Partei viele Kompromisse eingehen.“

Auch Aileen Huhn (22) aus Ulm hält diese Kombination für problematisch, weil die CDU dann zu viele Zugeständnisse gegenüber der FDP und den Grünen machen müsse. Die Studentin hat die CDU gewählt, „denn die Regierung von Merkel hat sich in letzter Zeit als in Ordnung erwiesen“. Sie fügt hinzu, dass es von der SPD sinnvoll sei, in die Opposition gehen zu wollen.

Eine andere Meinung vertritt dagegen Florian Steger (19) aus Griesingen bei Ehingen. Jamaika könne die „sinnvollste Art sein eine Regierung zu bilden“. Was der CDU fehle, werde dann vielleicht durch das Programm der Grünen und der FDP ausgeglichen.

Mit den Werten der Linken stimme sie noch am ehesten überein, sagt Eva König (30) aus Ulm. „Sie setzen sich am besten für die soziale Unter- und Mittelschicht ein.“ Von einer Jamaika-Koalition ist sie nicht überzeugt, da sei ihr ein Bündnis von CDU und SPD schon sympathischer. „Am allerliebsten wären mir Neuwahlen.“

Wie die künftige Regierung aussieht und ob sie sich bewährt, bleibe abzuwarten, sagt Polat Soylu (20) aus Günzburg. Auf jeden Fall dürfe die AfD nicht zu viel Macht bekommen. „Ein Bündnis unter Beteiligung der SPD wäre für Deutschland am geeignetsten.“ 


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