Ulmer Volksfest setzt wieder auf Gold Ochsen

Das Ulmer Volksfest geht nicht mehr fremd. Nach dreijähriger Unterbrechung wird in der Friedrichsau wieder Ulmer Bier ausgeschenkt.

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Genug geschäumt: Auf dem Ulmer Volksfest gibt es bald wieder Bier von Gold Ochsen. Foto: Matthias Kessler

Mai 2010, wir erinnern uns: Gold Ochsen-Chefin Ulrike Freund schäumte und war nicht die einzige, so mancher sprach gar von Bierkrieg, auch die Kommunalpolitik agierte alles andere als nüchtern, und es vollrauschte gehörig - selbst im überregionalen Blätterwald. In der Tat war es eine Kulturrevolution, als die Interessengemeinschaft (IG) Ulmer Volksfest vor drei Jahren ankündigte, in der Ulmer Friedrichsau nach gefühlten 410 Jahren erstmals kein Ulmer Bier mehr auszuschenken.

Mönchshof-Bräu statt Gold Ochsen, und das beim zweit-ulmischsten aller Feste: Die IG hatte einer fränkischen Brauerei den Zuschlag gegeben, weil die offenbar die günstigeren Lieferkonditionen hatte.

Auch 2011/2012 herrschte am Veitsbrunnenweg, wo die Ulmer Traditionsbrauerei residiert, Katerstimmung. Wieder nix mit Volksfest. Zwar hatten die Organisatoren den Anbieter gewechselt, das in der Au nun aus den Zapfhähnen fließende "Münster Bier" stammte aber brautechnisch aus dem Allgäu und konnte daher mit Fug und Recht als Mogelbier bezeichnet werden.

Doch nun, Freunde des heimischen Gerstensafts, kehrt wieder Friede ein auf dem Volksfestplatz. Der Bierkrieg ist beendet, im Bierkrug ist 2013 wieder Gold Ochsen drin. Wer den ersten Schritt gemacht hat? "Wir standen Jahr für Jahr in Kontakt mit Gold Ochsen, um die Möglichkeit einer erneuten Zusammenarbeit zu prüfen", sagt Claus Steinmüller von der IG Ulmer Volksfest. Steigende Besucherzahlen hätten die Ulmer Brauer schließlich davon überzeugt, wieder mitzumischen. Auch über das ehedem strittige Thema Werbekostenzuschuss an die IG habe man sich geeinigt. "Wir konnten ein für die Brauerei attraktives Leistungspaket schnüren", sagt Oliver Fischer, Sprecher der IG Ulmer Volksfest. Bei Gold Ochsen-Chefin Ulrike Freund klingt das ein wenig nüchterner. Der Pakt sei "betriebswirtschaftlich vertretbar, auch wenn unser Logistikaufwand sehr hoch ist".

Na denn: Prost!

Das Ulmer Volksfest dauert in diesem Jahr vom 12. Juli bis zum 22. Juli (Schwörmontag). Es wird jährlich von rund 200 000 Gästen besucht.

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