Ulmer IHK für Pkw-Pickerl auf allen Fernstraßen

Bekenntnis der Ulmer Industrie- und Handelskammer zur raschen Einführung einer Pkw-Maut als aufklebbare Vignette, in Österreich Pickerl genannt: "Klar muss sein, dass die Einnahmen in einem geschlossenen Finanzierungskreislauf ausschließlich zur Finanzierung des Fernstraßenbaus verwendet...

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Bekenntnis der Ulmer Industrie- und Handelskammer zur raschen Einführung einer Pkw-Maut als aufklebbare Vignette, in Österreich Pickerl genannt: "Klar muss sein, dass die Einnahmen in einem geschlossenen Finanzierungskreislauf ausschließlich zur Finanzierung des Fernstraßenbaus verwendet werden", sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Otto Sälzle.

Er und der bei der IHK für Fragen der Verkehrsinfrastruktur zuständige Jonas Pürckhauer präsentierten gestern das "Leitbild Verkehr", das die Kammer nach gut einem Jahrzehnt nun im Lichte neuer Entwicklungen in Bund und Land fortgeschrieben hat. Die IHK-Region fühlt sich benachteiligt durch die neue Verkehrspolitik der grün-roten Landesregierung, die eine der stärksten Wirtschaftsregionen beim Straßenbau schmählich behandele.

Zur Maut: Sälzle plädiert für einen Pkw-Aufkleber nach österreichischen Vorbild, der dann für alle Autobahnen und Bundesstraßen gälte. "Wer in Deutschland Auto fährt, braucht ein Pickerl." Weitere Belastungen für Autofahrer dürften dann nicht mehr entstehen. Alle Mautgebühren müssten für Ausbau und Erhalt des Fernstraßennetzes verwendet werden, so der IHK-Chef. Bislang lägen die Gesamt-KfZ-Einnahmen (Kfz-Steuer, Mineralölsteuer) bei 50 Milliarden Euro, von denen aber nur 20 Milliarden in den Straßenbau flössen.

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Kommentare

29.09.2012 20:25 Uhr

Zwangsabgabe für Firmen! - Ausgleich: Aufhebung IHK-Zwangsmitgliedschaft!

Die IHK mit ihrer Zwangsmitgliedschaft scheint ihren Apparat inzwischen so augebläht zu haben, dass sie in allen politischen Belangen zu Gunsten der großen IHK-Mitglieder und zu Ungunsten der Bürger mitreden will.

Ich fordere statt der erneuten Belastung der Bürger zu Gunsten der Selbstständigen, die ja das x-fache eines normalen Bürgers verdienen: Zwangsabgabe für alle selbstständigen, zu Gunsten der normalen Bürger. Und von mir aus gleich noch eine Plakette nur für Firmenfahrzeuge auf allen Straßen.

Die ach so beliebten Kleintransporter, die schon dutzend- wenn nicht hundertfach schwere Unfälle verursacht haben, sollten da sicher nicht ausgenommen werden, sondern das dreifache bezahlen. Je nach Gefährlichkeit eben.
Die alte Oma und der normale Bürger eben gar nix, die - oft rasenden - Kleintransporter das Vielfache.

Als Ausgleich dafür könnte man dann gleich die Zwangsmitgliedschaft bei der IHK aufheben und so die Firmen wieder entlasten.

Wär doch was, oder?

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