Ulmer Großkoalition: Strecke und Stuttgart 21 untrennbar

Freie Wähler, CDU, SPD und FDP in Ulm haben eine Erklärung zu Stuttgart 21 abgegeben. Man erwartet eine "zeitnahe konstruktive und zielführende Klärung der offenen Fragen und schnellstmögliche Umsetzung der Neubaustrecke und von S 21". Die Grünen lehnen die Erklärung ab.

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Stadtrat Gerhard Bühler (Freie Wähler) spricht sich trotz ungeklärter Finanzierung für Stuttgart 21: "Realistische Alternativen existieren nicht."  Foto: 

"Das Projekt Stuttgart 21 und Neubaustrecke Wendlingen-Ulm mit Anbindung des Flughafens und der Messe sind struktur- und verkehrspolitisch für das gesamte Land von herausragender Bedeutung . . . Für Stadt und Region bietet die Neubaustrecke enorme Entwicklungschancen, sie ist Voraussetzung nachhaltiger wirtschaftlicher Leistungskraft." So lauten zentrale Aussagen einer Erklärung, die Stadtrat Gerhard Bühler im Ulmer Fachausschuss für Stadtentwicklung für die FWG-Fraktion abgegeben hat. Ihr schlossen sich in der in dieser Frage bekannten Großkoalition CDU, SPD und FDP vorbehaltlos an, wie deren Sprecher Herbert Dörfler, Dorothee Kühne und Rose Goller-Nieberle sagten.

In der Erklärung heißt es weiter: Neubaustrecke und S 21 seien untrennbar miteinander verbunden. "Realistische Alternativen existieren nicht." Man erwarte nun eine "zeitnahe konstruktive und zielführende Klärung der offenen Fragen und schnellstmögliche Umsetzung der Neubaustrecke und von S 21".

Die Grünen lehnen diese Erklärung ab. Sie halten eine Realisierung der Strecke bis Wendlingen und - wie am Dienstag berichtet der Verkehrsclub Deutschland, VCD - die Weiterführung und Anbindung über die Wendlinger Schleife für eine denkbare Variante, wie die Fraktionsvorsitzende Birgit Schäfer-Oelmayer sagte. "Die Kostensteigerungen bei Stuttgart 21 sind nicht vertretbar."

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Kommentare

02.03.2013 13:11 Uhr

schon 100.000 Unterschriften "Stuttgart 21 stoppen!"

Bei https://www.campact.de/ läuft eine Kampagne "Stuttgart 21 stoppen!"
Aktuell haben gut 100.000 Menschen unterschrieben.

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01.03.2013 00:23 Uhr

Schluss jetzt mit Stuttgart 21

Es ist nachgewiesenermaßen nicht wirtschaftlich, es hat eine viel zu geringe Kapazität und bedeutet einen Rückbau der Bahninfrastruktur. Es hat kein genehmigungsfähiges Brandschutzkonzept und auf den Fildern herrscht Planungschaos. Es ist VIEL ZU TEUER und hat keine gesicherte Finanzierung. Es schweben immer noch 121 Risiken über diesem Irrsinn und dennoch soll er weiterverfolgt werden?

Nur damit Ramsauer, die Tussi aus der Uckermark und ein paar unbedarfte und ahnungslose Trolle aus der Ulmer Provinz mit entsprechendem Parteibuch das Gesicht nicht verlieren. Ich glaube es hackt.

Hiermit sind alle Projektpartner aufgefordert, sich an den Ausstiegskosten zu beteiligen bzw. der gescheiterten Bauherrin DB AG entgegenzukommen und mit ihr gemeinsam den Ausstieg zu ermöglichen, der bitter notwendig ist.

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28.02.2013 23:49 Uhr

Ein aufklärender Artikel dazu

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.stuttgart-21-bahn-s-21-erreicht-wirtschaftlichkeit-nicht-mehr.e8a1fa54-ed1b-4c28-869e-d811518d2afc.html

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28.02.2013 23:47 Uhr

S21 - die Wirtschaftlichkeit ist schon lange nicht mehr gegeben

und dafür will eine biedere "Großkoalition", ausschließlich bestehend aus Vertretern der sog. Tunnelparteien im Ulmer Stadtrat, vor lauter Angst, ihr heiß ersehnter Anschluss an den Stuttgarter Flughafen ginge flöten, Milliarden von Steuergeldern sinnlos in den Sand setzen. Dümmer und provinzieller geht's nimmer! Wo bleibt eine glaubwürdige Kosten-Nutzen-Rechnung?

Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses, Anton Hofreiter (Grüne), nannte die Berechnungen des Konzerns „nur noch aberwitzig“. Ständig zaubere der Konzern neue Zahlen aus dem Hut, die immer absurder seien. Nach der neuen DB-Argumentation sei der Weiterbau von S21 zwar unwirtschaftlich, ein Abbruch aber noch um 77 Millionen Euro unwirtschaftlicher. „Das glaubt doch kein Mensch mehr“, kritisiert Hofreiter. Die Kosten seien schon vor Baubeginn von drei  auf nun fast sieben Milliarden Euro explodiert. Es sei ganz offensichtlich, dass S21 nur noch aus machtpolitischem Kalkül der Union und der FDP weitergeführt werden soll.

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28.02.2013 21:53 Uhr

Bahn-Aufsichtsrat Kirchner: "alternativlos ist das Projekt für mich nicht"

Bahn-Aufsichtsrat Kirchner: „Die Bahn wollte das Projekt ja eigentlich nicht“

"(...) Ist Stuttgart 21 für Sie alternativlos?

Nein, alternativlos ist das Projekt für mich nicht. Es gibt eine ganze Reihe von denkbaren Alternativen. Die Bahn wollte das Projekt ja eigentlich nicht. Die frühere Landesregierung und die Stadt haben es eingefordert. Wenn Stadt und Land bereit wären, ihre zugesagten Zuschüsse auch in ein Folgeprojekt einzubringen, wäre möglicherweise die finanzielle Grundlage für eine Alternative gegeben. Aber diese Zusage habe ich bisher nicht vernommen. (...)"

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.bahn-aufsichtsrat-kirchner-alternativlos-ist-das-projekt-fuer-mich-nicht-page1.38dd5d6e-f2b4-486a-952a-a50b7c89c9ef.html

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28.02.2013 17:23 Uhr

"Die beschädigen unsere Demokratie mit ihren Täuschungen".

Donnerstag, 28.2. | 20.15 Uhr | SWR

Wie der S21-Befürworter zum Gegner wurde

Als umweltbewusster Bürger und leidenschaftlicher Bahnfahrer stand der Heidelberger Medizinprofessor Rainer Sauerborn früher nicht hinter dem Protest gegen Stuttgart 21. Aber seit die Bahn einräumte, dass das Projekt mindestens zwei Milliarden Euro teurer werde als geplant, findet er: "Die beschädigen unsere Demokratie mit ihren Täuschungen".

http://www.swr.de/zur-sache-baden-wuerttemberg/vom-s21-befuerworter-zum-gegner/-/id=3477354/nid=3477354/did=10876940/7sbw49/index.html
...

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28.02.2013 17:10 Uhr

doch Herr Bühler, es gibt realistische Alternativen!

Haben Sie etwa die letzte Sendung Eisenbahn-Romantik im SWR nicht gesehen? Schade, aber das läßt sich nachholen:

Stuttgart nach 21: Alternativen zu dem Mammutprojekt

http://www.swr.de/eisenbahn-romantik/-/id=98578/did=11048398/pv=video/nid=98578/1jjygjz/index.html
oder auch auf http://www.youtube.com/watch?v=MucC2ns4j1g

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es gibt durchaus mehrere vielversprechende Entwürfe für
einen attraktiven Stuttgarter Bahnknoten

Alternativen zu S 21 gesucht ? Hier bitte …
http://cams21.de/alternativen-zu-stuttgart-21-gesucht-hier-bitte/

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28.02.2013 15:53 Uhr

Wer behauptet ...

...dass die NBS Ulm - Stuttgart und der Neubau des Tiefbahnhofs S 21 unabdingbar miteinander verbunden sind und sich die beiden Bereiche unabhängig voneinander nicht einzeln realisieren lassen hat sich offensichtlich nicht eingehend damit befasst oder er will sich nicht damit befassen, denn: einfaches Nachschwätzen schont bekanntlich das Gehirn.

So ein "Nachschwätzen" wird vom Wähler sicherlich das nächste Mal, zum Beispiel im September 2013, honoriert ...

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28.02.2013 10:44 Uhr

Alles Lügen und reine Parteitaktik um Bürger zu täuschen

Jetzt wierden mal schnell,beide unwirtschaftliche, infrastrukturelle schädliche Projekte von irgendwelchen Politikern verquickt. Ohne Belege und Ahnung gleich der Kampagne vor der Volksabstimmung mit Festpreis und "statt weiterärgern".

Die Neubaustrecke sollte und wurde von Anfang an so geplant, das sie mit beiden Bahnknoten funktioniert.

Entweder mit dem bestehenden hoch leistungsfähigen Bahnknoten von heute - oder dem Rückbau für 6 +x Milliarden Namens Stuttgart 21.

Wenn der Flughafen Berlin nicht gebaut wird, wird die Akkustik der Elbphilharmonie nicht funktionieren, was dann wiederum auf Stuttgart 21 abgestimmt ist, dessen Abbruch doppelt so teuer wird, wie die noch völlig unbekannten , ständig steigenden Gesamtkosten, die aber trotzdem heute schon wirtschaftlich sind, weil die Neubaustrecke ja auch viel teurer wird auf der in etwa 20 jahren alle 2 Stunden ein ICE zum Provinzflughafen Stuttgart soll um den zum BER Flughafen zu fliegen, der dann vieleicht auch schon fertig ist.

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28.02.2013 10:17 Uhr

Vor der Haustür die Arbeit erledigen!

Widerlich die Damen und Herren sollten mit ihrem Vermögen haften, und erstmal dafür sorgen das die Genehmigungen für Ulm herum vorliegen.

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