Neues Programm auf der Ulmer Frühjahrsmesse

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Einmal als Wassernixe abtauchen: Auch das wird bei der am Samstag beginnenden Frühjahrsmesse „Leben Wohnen Freizeit“ möglich sein.  Foto: 

Er habe nichts gegen Küchengeräte, sagt Peter Kinold – im Gegenteil. „Aber wenn der Krauthobel tragender Bestandteil einer Messe ist, dann ist etwas schiefgelaufen.“   Auch wenn Kinold nicht konkreter wird, er will schließlich nicht ungehobelt sein:  Es ist anzunehmen, dass der neue Geschäftsführer der Ulmer Ausstellungsgesellschaft damit die bisherige Ausrichtung der Ulmer Frühjahrsmesse „Leben Wohnen Freizeit“  (LWF) meint. Denn die hatte in den vergangenen Jahren vor allem mit rückläufigen Besucherzahlen und einem angestaubten Erscheinungsbild von sich reden gemacht.

Damit soll Schluss sein. Für die am Samstag beginnende, neun Tage dauernde LWF gilt: Nicht alles ist neu, aber einiges. Klar, vieles wird sich in den von 450 Ausstellern bespielten Ulmer Messehallen wie gehabt um die Bereiche  Bauen, Wohnen, Energie, Haushalt und Garten drehen. „Aber diesmal wollen wir auch mit dem Bereich ‚Freizeit’ punkten, der bisher kaum der Rede wert war“, wie Kinold konstatiert.

Geboten sind nun beispielsweise Koch- und Grillshows mit dem Hüttisheimer Metzgermeister Werner Amann – er wird keine schnöden roten Würste auflegen, sondern „Flat Iron“ vom Rind oder das „Secreto“ vom Schwein.  Fürderhin können große und kleine Besucher in ein Unterwasserbassin  abtauchen, mit Tauchgerät oder im Meerjungfrauen-Kostüm. Es gibt eine Kletterwand, eine Kartbahn, auf der man mit elektrischen Autos durch eine Halle flitzen kann. Oder einen Messetruck voller digitaler Spielekonsolen, inklusive Virtual-Reality-Brille. Das Planetarium Laupheim ist mit zwei Sonderausstellungen zu Planeten und Sternschnuppen zugange, ebenso das Wachsfigurenkabinett von Madame  Tussauds, das  Figuren von Politikern, Schauspielern und Sportlern zeigt.

Wie schon in den vergangenen Jahren präsentiert sich als autonomer Teil der Messe auf fast 1000 Quadratmetern die Kunstmesse „Kunstschimmer“. Neu sind diesmal allerdings die Verleihung des „Donau Kunstpreises“ und eine Vernissage mit Showprogramm am Samstag, 11. März (18 bis 22 Uhr).

Ziel sind 100.000 Besucher

Ob das alles ausreicht, um die alte Tante LWF wieder flott zu machen? Kinold ist optimistisch. Sein Credo: Verbrauchermessen haben Zukunft, sofern sie sich auf ihre Regionalität besinnen, Aussteller und Anbieter reinholen, die in Stadt und Umland verwurzelt sind. „Das Regionale erlebt in Zeiten der Globalisierung eine regelrechte Renaissance.“ Mit etwa 70.000 Besuchern wäre der Geschäftsführer fürs Erste hochzufrieden. Langfristig reiche das aber nicht aus. „Unser Ziel ist, spätestens bei der dritten Auflage der LWF auf über 100.000 Besucher zu kommen.“

Ach ja: Auch das gewohnte Messe-Logo mit der Blume hat sich überlebt. Für die aktuelle Ausstellung hat Kinold es zwar noch mal beibehalten. „Aber  dann kommt etwas Neues.“

Schönheit Eine offizielle Jury der „Miss Germany Cooperation“ wählt am Sonntagnachmittag in Halle 6 die „Miss Ulm“. Bis gestern hatten sich beim Kooperationspartner  Donau 3 FM bereits 55 Bewerberinnen gemeldet, berichtete dessen Geschäftsführer Carlheinz Gern. Zu viele für den Contest. Es werde deshalb eine Vorauswahl mit etwa 20 Kandidatinnen geben. Die Siegerin qualifiziert sich automatisch für die Wahl zur „Miss Baden-Württemberg“ und hat dann letztlich sogar die Chance auf den Titel der „Miss Germany“. Moderiert wird die um
14 Uhr beginnende Wahl von Donau 3 FM-Moderatorin  Alexandra Phillipps. Sie hat es übrigens 1999 bis zum „Miss Germany“-Titel gebracht.

Messe-Fakten Die LWF hat von 11. bis 19. März täglich  von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Karten kosten im Vorverkauf 5,50 Euro, an der Tageskasse 6,50 Euro. Für Familien, Kinder, Schüler, Senioren und Behinderte gibt es Ermäßigungen.

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