Ulm/Neu-Ulm vor 40 Jahren

In der Woche vom 31. Dezember 1973 bis 4. Januar 1974 hat die SÜDWEST PRESSE (SWP) unter anderem über folgende Ereignisse berichtet:

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Die Ulmer Rocker

Im Neu-Ulmer Konzertsaal gab es kurz vor Jahreswechsel ein Stelldichein der bekanntesten Ulmer Bands unter dem Motto: "Ulm Rock." Dazu traten "Kraan" mit Hellmut Hattler, "Prof. Wolff" und Lady Vanessa auf. Veranstalter war "Rock Service Concerts". Vom Konzert wurde ein Film gemacht, der beim Osterfestival in der Donauhalle gezeigt werden sollte.

Die Ulmer Parker

Wo in der Neuen Mitte heute die Busspur verläuft, herrschte in der Neuen Straße vor 40 Jahren das Chaos. Immer wieder parkten Autos verbotenerweise am Rande des Bürgersteigs vor den Geschäften, verengten die ohnehin schmale Fahrbahn, so dass es im Begegnungsverkehr bisweilen zu wüsten Auseinandersetzungen kam. Vorschlag: eine Einbahnstraße. So ließen sich auch ein paar Parkplätze gewinnen. Die Parkplatzfrage war auch das große Thema, das die Stadträte gleich zu Jahresbeginn beschäftigen sollte, auf Grundlage der "Verkehrsuntersuchung Innenstadt Ulm". Es ging darum, Parkhäuser zu schaffen als Ersatz für Parkplätze, die für Fußgängerzonen draufgingen. So war zum bestehenden Deutschhaus-Parkhaus ein Ring weiterer vorgesehen, geplante und später tatsächlich verwirklichte Standorte: am Salzstadel und an der Ecke Rosengasse/Frauenstraße. Dort lag damals noch eine Tankstelle.

Die Ulmer Eissportler

Alle Jahre wieder das gleiche Lied in Ulm und Neu-Ulm: Es gab keine Kunsteisbahn für ungetrübte Wintersportfreuden. Die am Donaubad war jetzt zwar fest geplant, aber frühestens zum Winter 1974/75 fertig - und ein Träger war auch noch nicht in Sicht. Das große Becken im Donaufreibad war mit geschlossener Eisdecke nicht wirklich eine Alternative und auch nicht das im SSV-Bad. Dort wurde das Eis immer wieder aufgebrochen, damit die Beckenwände nicht beschädigt wurden, beim SSV schmiss man dafür einfach dicke Balken ins Wasser. Die Eisbahn, die der Eislaufclub Ulm/Neu-Ulm bis 1970 temporär in der Ringstraße angelegt hatte, war mit dem Ausbau der Adenauerbrücke gestorben. Nochmals die Freifläche bei Sport Sohn in der Memminger Straße zu vereisen, war zu aufwendig. Vereinsvorsitzender Karl Reutter, von Berufs wegen Architekt: "Die Farben der Tennisplatzböden sind zu hell, so dass sie zu viel Sonnenlicht aufnehmen und das Eis rasch schmolz." Also mussten sich Schlittschuhläufer weiterhin auf das gefährliche Unternehmen einlassen, sich auf zugefrorene Baggerseen und Teiche zu begeben, zum Beispiel in Ludwigsfeld. Dann waren da noch die Eisstockschützen. Sie hatten in Ludwigsfeld eine Anlage mit speziellem Belag, die man auch trocken bespielen konnte. Schlau.

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