Ulm erhört: Das Stadthaus in Kinderohren

Bildungsurlaub leicht gemacht: Wir haben für Sie getestet, welche Audioguides Ihren Horizont erweitern. Am Dienstag: Der Kinder-Audioguide im Stadthaus.

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Das Schöne an Kinder-Führungen ist ja, dass man als Teilnehmer gar nicht erst so tun muss, als hätte man Vorwissen. Da wird ganz grundlegend und einfach erklärt, worum es geht und warum manche Details wichtiger sind als andere. Das gilt zum Glück auch für Audioguides und ganz besonders für den im Ulmer Stadthaus.

Der ist nämlich nicht nur für, sondern auch von Kindern gemacht worden. An elf Stationen erklären die Schüler der Medien-AG des Schulzentrums St. Hildegard das moderne Stadthaus. Klingt für Erwachsene im ersten Moment nicht so spannend. Ist es aber. Denn wenn ein Gebäude an so zentraler Stelle steht, wenn der Anblick fester Bestandteil des Alltags ist, braucht es einen unbefangenen Blick, um das Gebäude neu zu entdecken.

"Schau mal. Der spanische Granit vom Münsterplatz wandert das Stadthaus hoch, als ob es aufs dem Platz gewachsen wäre", sagt eine Jungenstimme auf der Brücke und erinnert einen daran, dass Stadthaus und Münsterplatz eine Einheit bilden. In knapp einer Stunde nehmen die jungen Sprecher den Zuhörer an die Hand und weisen ihn auf sehr viele Dinge hin, die er zwar jeden Tag sieht, aber kaum noch wahrnimmt - die Ausrichtung auf das Münster, die transparente Bauweise, die Wendeltreppen.

In Interviews lassen die Schüler zudem wichtige Figuren in der Geschichte des Hauses erzählen. Richard Meier erinnert sich, dass er bereits als Jugendlicher beschlossen habe, Architekt zu werden, weil Gäste seiner Eltern nach seinen Zukunftsplänen gefragt hätten und Architekt das Erste gewesen sei, was ihm einfiel. Ivo Gönner erklärt, dass die Gestaltung des Münsterplatzes prägend war, weil zum erstem Mal alte und neue Architektur miteinander kombiniert wurden. Und Stadthaus-Leiterin Karla Nieraad erzählt, dass sie mit der Farbe Weiß nicht immer glücklich ist, weil die Wände total schnell dreckig werden.

Sechs Sponsoren auf dem Startbildschirm des Audioguides geben ein Gefühl dafür, dass die Produktion nicht gerade billig gewesen sein dürfte. Doch sie hat sich gelohnt. Wie es sich für sich für einen modernen Audioguide gehört, gibt es die Führung als Gratis-App für das eigene Smartphone oder auf Leihgeräten im dritten Stock.

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