Ulm als familienfreundlich bewertet

Die Stadt schafft es bundesweit auf Platz 6 unter 100 Konkurrenten und punktet bei den Kriterien Wohnraum, Lebenshaltungskosten, Gesundheitswesen.

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    Bei den Kriterien „Wohnen“ und „Grünflächen“ schneidet Ulm gut ab, weniger bei den „Aktivitäten für Kinder“. Foto: 
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    Familienfreundliche deutsche Städte im Vergleich Foto: 
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Unter den besten deutschen Städten für Familien hat es Ulm auf Platz 6 unter insgesamt 23 geschafft. Vorher kommen von 1 bis 5 Hamburg, Stuttgart, München, Frankfurt am Main und Erlangen. Hinter sich lässt Ulm bezüglich Familienfreundlichkeit die Städte Berlin, Dresden und Jena. Schlusslicht ist Oberhausen in Nordrhein-Westfalen. Durchgeführt hat die Studie der Immobilienmakler Homeday Berlin.

Allerdings: Im weltweiten Vergleich, welche Städte am besten für Familien geeignet sind – zum Leben und vor allem zum Reisen – taucht Ulm unter den Top 100 nicht mehr auf. Auf den ersten drei Plätzen liegen Kopenhagen, Oslo und Zürich. Von den deutschen Städten belegt Hamburg Platz 5, Stuttgart und München schafften es auf Platz 9 und 10. Außerdem haben sich Frankfurt am Main (Platz 20),  Hannover (Platz 22), Düsseldorf (Platz 25) und Berlin (Platz 26) ihre Ränge gesichert. Die letzte deutsche Stadt, die es in das internationale Ranking schafft, ist Köln auf Platz 29.

Die erarbeiteten Daten sollen potenziellen Käufern und Verkäufern von Immobilien – einmal in Deutschland und zum anderen auf der ganzen Welt – dabei helfen, „fundierte Entscheidungen zu treffen“, heißt es im Begleittext aus Berlin. Und so ging der Makler vor: Zunächst wurden „hunderte Eltern“ gefragt, welche Faktoren in ihren Augen für das Familienleben in einer Stadt von Bedeutung sind.

Anhand der Antworten erstellte man die Kriterien der Studie wie Wohnraum, Bildungssystem und Arbeitslosigkeit.  Überdies wurden 30.000 Erziehungsexperten und Journalisten aus dem Bereich Familie gefragt, wie sie die Familienfreundlichkeit ihrer Stadt einschätzen.

In der nationalen Studie gab es für Ulm mehr als 9 Punkte in den Bereichen:

- Gesundheitswesen (9,64 Punkte, maßgeblich ist hierbei der Anteil der Bürger, die eine private oder gesetzliche Krankenversicherung besitzen)

- Arbeitsplatzangebot (9,41, je niedriger die Arbeitslosenrate, desto höher die Punktzahl)

Wohnraum (ebenfalls 9,41, dabei geht es um die Bezahlbarkeit von Wohnraum in Bezug auf Durchschnittsgehälter und Immobilienpreise)

- Umweltverschmutzung (9,19, je weniger Luftverschmutzung und Lärm, desto höher die Punktzahl)

- Bezahlbarkeit (9,09, dieses Kriterium beschreibt, was sich die Bevölkerung leisten kann vor dem Hintergrund beispielsweise der Gehälter und der Lebenshaltungskosten)

Mehr als 8 Punkte gab es für die Kriterien:

- Grünflächen (8,71, hierfür wurde Google Maps hinzugezogen, um den Anteil der Grünflächen innerhalb der Stadtgrenzen in Prozent zu ermitteln)

- Bildungssystem (8,64, die Qualität von Bildung stützt sich unter anderem auf PISA-Punktzahlen in Mathe, Lesen und Naturwissenschaften)

- Sicherheit (8,23, die Punktzahl basiert auf bewiesenen Straftaten sowie dem Sicherheitsgefühl der Bevölkerung)

- Elternmeinung (8,1, zugrunde liege eine repräsentative Umfrage, heißt es in der Erklärung)

- Erstaunlich schlecht (5,57 Punkte) hat Ulm bei aller Familienfreundlichkeit beim Kriterium „Aktivitäten für Kinder“ abgeschnitten. Dabei hat Homeday Berlin darauf geschaut, wie umfangreich das Angebot etwa während der Ferien ist. Gezählt wurden Freizeitparks, Museen und familienfreundliche Hotels.

Was sagt die Ulmer Sozial- und Kulturbürgermeisterin Iris Mann spontan zu dieser Einschätzung bezüglich kinderfreundlicher Aktivitäten? „Das sehe ich nicht so.“ Es gebe in Ulm sehr wohl jede Menge kulturelle Bildung, Bäder, Sportmöglichkeiten und Musik­angebote. Ein positives Feedback diesbezüglich höre sie immer wieder von Bürgern, die nach Ulm zugezogen sind. Allerdings sei fraglich, was der Immobilienmakler alles unter Aktivitäten für Kinder versteht „und auf welcher Basis die Studie überhaupt zustande gekommen ist“. Es stimme, dass Ulm bei der Anzahl der Freizeitparks nicht punkten kann: „Aber das ist gut so!“

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