Überarbeitete Pläne für Ludwigsfelder Baugebiet kommen gut an

Keine Erschließung über die Königsberger Straße, mehr Einfamilienhäuser: Die Stadt hat die Pläne für das Baugebiet "Ulmer Hofgut" geändert.

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Das künftige Wohngebiet "Ulmer Hofgut" im Ludwigsfelder Osten interessiert viele, sehr viele - und aus unterschiedlichen Gründen. Die Gemeinschaftshalle war voll, als die Stadtverwaltung die geänderten Pläne vorstellte. Gut 140 Menschen waren gekommen: Anwohner, die wissen wollten, was in ihrer Nachbarschaft entsteht, Anwohner, die mit ihrer Unterschrift gegen die ersten Pläne protestiert hatten, und etliche Bauwillige, die am liebsten noch am selben Abend einen Bauplatz gekauft hätten.

Die Stadtplaner haben mit dem Büro Mess aus Kaiserslautern, das den Wettbewerb gewonnen hatte, zentrale Kritikpunkte entschärft:

Erschließung: Das Wohngebiet wird nicht über die Königsberger Straße angefahren. Stattdessen wird parallel eine Erschließungsstraße gebaut, von der aus alle in "Höfen" angeordneten Häuser angefahren werden. Diese Erschließungsstraße wird im Norden über die Stettiner Straße, im Süden über den Hafnerweg erreicht. Falls die Königsberger Straße saniert werden sollte, hätte die geänderte Erschließung allerdings zur Folge, dass nur die bisherigen Anwohner mit Ausbaubeiträgen zur Kasse gebeten werden.

Geschosswohnungsbau: Mehrstöckige Wohnhäuser entstehen im Norden in Nachbarschaft zum Verkehrsübungsplatz und in der Mitte des Baugebiets - und damit nicht entlang der Königsberger Straße wie ursprünglich geplant. Die dortigen Bewohner hatten Verschattung befürchtet. Nur zwei Gebäude an der nördlichen Ecke werden entlang der Königsberger Straße gebaut. Prompt gab es Kritik von einer Nachbarin. Die Mehrfamilienhäuser werden vier, punktuell fünf Stockwerke hoch.

Baugebiet: Am Ulmer Hofgut sollen jetzt knapp 230 Wohneinheiten entstehen, 170 waren es im ursprünglichen Plan. Mehr Wohnungen sind möglich, weil das Baugebiet nach Osten vergrößert wurde, auf nun 6,9 Hektar. Dort sollen bis zu 550 Einwohner leben.

Einfamilienhäuser: Da die Nachfrage so groß ist, wurde die Zahl der Einfamilienhäuser erhöht. Die Hälfte aller Wohneinheiten soll in Reihen-, Ketten-, Doppel- oder freistehenden Häusern entstehen.

Als nächstes soll der Bebauungsplan aufgestellt werden. 2015 soll das Gebiet erschlossen, 2016 die Grundstücke vergeben werden.

Für diese Planung gab es Lob. Gerhard Dietterich, der den Protest angeführt hatte, dankte OB Gerold Noerenberg und der Verwaltung für die Änderungen. "Die, die den Widerspruch unterschrieben haben, sind heute weitgehend zufrieden." Dafür gab es Beifall.

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