Türkei-Reisen: Nachfrage unverändert

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Erneut gab es in der Türkei einen Anschlag: Drei Selbstmordattentäter rissen 41 Menschen in den Tod, mehr als 200 wurden verletzt. Dennoch verhalten sich Reisende, die schon ihren Urlaub in der Türkei gebucht haben, wie bisher.

„Die Situation ist nicht anders als vor ein paar Wochen“, sagt Volker Selzer, Touristikleiter bei Reisebüro Honold in Neu-Ulm. „Stornierungen gab es bisher keine; wer sich für die Türkei entscheidet, ist sich der Lage bewusst.“ Und derjenige wisse auch, dass dies ein Land ist, in dem jederzeit wieder etwas passieren kann.

Zwar würden sich die Reiseveranstalter seit gestern mit Informationen über verschiedene Stornierungsfristen „überschlagen“. Jedoch habe das Auswärtige Amt bislang noch keine Warnung herausgegeben, die Türkei als Reiseland zu meiden. Es wurden lediglich Empfehlungen verbreitet, die da lauten: öffentliche Plätze und Menschenansammlungen meiden und Sehenswürdigkeiten fern bleiben. Weiter rate das Auswärtige Amt zu erhöhter Vorsicht in allen türkischen Großstädten.

Im Reisebüro SÜDWEST PRESSE und Hapag Lloyd konnten Reisende nur gestern ihren Flug nach Istanbul kostenfrei  stornieren lassen. Ansonsten seien Umbuchungen und Stornierungen mit den üblichen Kosten verbunden, sagte Angelika Windischmann, die Abteilungsleiterin Touristik. „Anschläge sind nichts Neues in der Türkei.“

Jedoch habe sie bislang keine besorgten Kunden im Reisebüro gehabt: „Die Menschen wissen alles über die Situation in dem Land und reisen dennoch; wenn sie aber Bedenke haben, buchen sie von vorneherein keine Türkeireise.“

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