Trubel auf dem Ulmer Saumarkt

Zum 37. Mal hatte die Fleischerinnung auf den Ulmer Saumarkt geladen. Einen Teil der Würste stellen die Metzger frisch vor Ort her. Am Sonntag wird weiter gefestet.

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Wurstherstellung auf dem Saumarkt.  Foto: 

Eine gute Entscheidung war das, den Saumarkt auf dieses Wochenende zu verschieben, da waren sich Organisator Raimund Hörmann und Gerhard Baur, der Obermeister der Fleischerinnung Ulm/Alb-Donau, einig. Schließlich wurde der Mehraufwand an Organisation mit bestem Wetter belohnt. So fanden sich am Samstag bereits um 11 Uhr zum Fassanstich zahlreiche Besucher ein. Der wurde wie jedes Jahr von OB Ivo Gönner in Angriff genommen. Wie viele Schläge er brauchte? Nun ja, das liegt offenbar im Auge des Betrachters: Die meisten zählten wohl fünf, „aller guten Dinge sind drei“, meinte Hörmann. „Da stimmte was mit der Technik nicht“, räumte der OB ein, denn ein paar Tropfen waren tatsächlich schon nach drei Schlägen geflossen. „Jetzt haben wir eine schöne Sauerei gemacht – aber wir sind ja auch auf dem Saumarkt.“

Der findet in diesem Jahr zum 37. Mal statt, wie immer gab es verschiedenste Würste – Rote, Weiße, den Saumarktkringel. Fleischkäse, Brötchen und Kuchen steuerte wieder die Bäckerinnung bei. Neu war, dass ein Teil der Würste vor Ort frisch hergestellt wurde. Zwei Meister und zwei Auszubildende mischten das Brät an und pressten es in den bereitgestellten Bottich mit heißem Wasser. Von dort wanderten die Würste dann direkt auf den Grill. Etwa ein Drittel der insgesamt rund 3000 Würste kommen aus der „gläsernen Manufaktur“, schätzt Lehrlingswart Franz Häußler. Sinn des Ganzen sei auch, Nachwuchs anzuwerben. „Unser Beruf hat ein schlechtes Image.“ Vor Ort kann sich jeder Besucher nun überzeugen, dass – zumindest hier – nur bestes Fleisch, etwas Pfeffer, Salz, Zitronensaft und je nach Sorte Gewürze wie Majoran oder Koriander ins Brät kommen. „Heutzutage geht der Beruf übrigens auch unblutig, wenn man möchte“, fügt Häußler hinzu.

Ohne Musik geht auf dem Saumarkt natürlich nichts. Dafür sorgte der Musikverein Asch, abends dann übernahm die Partyband „Albfetza“. Am Sonntag wird ab 10.30 Uhr weiter gefeiert mit der Big Band „Opus One“, dem Musikverein Bermaringen und der Schützenkapelle Holzheim. Bis 16 Uhr kann man außerdem wieder den Azubis und Meistern beim Wurstbereiten zusehen.

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