Trickdiebe fangen Geldscheine am Automaten ab

Die Manipulation von Geldautomaten ist immer noch eine beliebte Methode, um an Geld zu kommen. Die Volksbank Ulm-Biberach warnte nun ihre Kunden vor "Cash-Trapping". Trickdiebe hatten sich an einer Volksbankfiliale in Ulm am Geldausgabeschacht zu schaffen gemacht.

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Bei der sogenannten Cash-Trapping-Methode manipulieren Trickdiebe die Geldausgabeschächte von Geldautomaten.  Foto: 
Am vergangenen Montag hat die Volksbank Ulm-Biberach ihre Kunden vor  manipulierten Geldautomaten  gewarnt. Bei einem aktuellen Fall in einer Filiale der Ulmer Volksbank haben die Diebe die sogenannte "Cash Trapping"-Methode angewandt. Sie wird auch als "Bargeld-Abfang"-Methode bezeichnet, da die Trickdiebe an den Geldausgabeschächten der Automaten ein Klebeband anbringen, sodass das Geld nicht ausgegeben wird, sondern am Klebeband hängen bleibt. In manchen Fällen bringen die Diebe auch einen täuschend echten Verschluss über dem Geldausgabeschacht an, oftmals in Form einer Blende oder Teppichleiste. Diese Blende ist dann an der Innenseite mit einer Klebefolie versehen, die die Geldausgabe verhindert. Die Geldscheine bleiben buchstäblich im Ausgabeschacht kleben.

"Die Cash-Trapping-Methode ist eigentlich alt und relativ primitiv", sagt Horst Haugg, Pressesprecher des Landeskriminalamts Baden-Württemberg. "Diebe greifen verstärkt wieder auf diese bewährten Methoden zurück, da das Skimming keinen so großen Erfolg mehr verspricht." Neben dem "Cash-Trapping" zählt auch das Anbringen einer Drahtschleife am Karteneinzug zu den altbekannten Methoden der Trickdiebe. Der Kunde denkt, der Automat habe die EC-Karte eingezogen. Betroffen sind von den Manipulationen vorwiegend Geldautomaten im Außenbereich von Bankfilialen.

Im jüngsten Cash-Trapping-Fall bei der Volksbank in Ulm entstand zwar nur ein geringer Schaden, berichtet Vorstandsmitglied Astrid Piela. Seither würden die Geldautomaten in Ulm und der Region jedoch verstärkt auf Unregelmäßigkeiten überprüft. Auch die Bankkunden selbst sollten sich beim Geldabheben vergewissern, dass das Ausgabefach von den Automaten frei zugänglich ist, ohne Verblendung oder Vorbauten, und im Zweifelsfall den Schacht überprüfen.

Und wie sollen sich Bankkunden verhalten, wenn tatsächlich ein Fall von "Cash Trapping" vorliegt? "Wenn die Filiale geöffnet ist, sofort einen Bankmitarbeiter kontaktieren, wenn die Bank bereits geschlossen ist, die Polizei anrufen", rät Haugg vom LKA in Stuttgart. Zudem lassen sich mit Klebeband befestigte Blenden und Vorsatzgeräte leicht entfernen. Oftmals bieten die eigentlichen Täter den Betroffenen auch ihre Hilfe an, da sie bereits im Hintergrund auf ihre Beute warten. "Da sollte man vorsichtig sein, allzu große Hilfsbereitschaft ist eher verdächtig", sagt Haugg. Die eigene Sicherheit stehe immer im Vordergrund.
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