Triathlon-Spitzensportler auf Podium im Stadthaus

Ende Juli findet in Ulm der erste offizielle Einstein-Triathlon statt. Zu einer Info-Veranstaltung mit zwei deutschen Profis waren am Mittwoch mehr als 300 Zuhörer in das Stadthaus gekommen.

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Im Sommer gemeinsam für den SSV Ulm 1846 am Start: Thomas Hellriegel (links) und Daniel Unger. Fotos: Matthias Kessler

Wer von Triathlon spricht, denkt meist an Bilder von Sportlern, die sich bei 40 Grad Hitze über Hawaii quälen und mehr tot als lebendig wirkend über die Ziellinie stürzen. Aber Triathlon ist weit mehr als das härteste Rennen, der Iron-Man (3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42 Kilometer Laufen) auf der Vulkaninsel im Pazifik - oder weit weniger. Vor allem aber ist Triathlon "in" und eine Trendsportart, die wächst wie kaum eine andere.

Ende Juli wird es deshalb am ersten Ferienwochenende in Ulm einen großen Triathlon-Wettkampf geben - den ersten seiner Art an der Donau. Die Veranstalter des Einstein-Marathons haben dazu mit Daniel Unger und Thomas Hellriegel zwei sehr erfolgreiche Aushängeschilder des deutschen Triathlon-Sports gewonnen, die nicht nur im Vorfeld für die Veranstaltung werben, sondern obendrein auch selbst daran teilnehmen werden.

Freilich nicht über die Langdistanz wie auf Hawaii, über die Hellriegel 16 Mal gegangen ist (achtmal unter den besten zehn, viermal auf dem Treppchen, einmal ganz oben). In Ulm gibt es drei verschiedene Varianten - die Jedermannstrecke, die Mittelstrecke und die olympische Strecke, die aus 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen besteht. "Da wächst man so hinein", sagt Thomas Hellriegel, der früher Handball gespielt und mit 18 Jahren seinen ersten Triathlon bestritten hat.

Mit 26 Jahren gewann er erstmals auf Hawaii und schwärmt trotz aller Strapazen von seinem Sport: "Ich bin fasziniert davon, wozu der Körper in der Lage ist." Allein seine Venenstärke in den Beinen liege bei etwa 15 Millimeter Durchmesser, während der bei Normalmenschen gerademal ein Drittel so dick ist. "Das sind solche Rohre", gab er seiner Begeisterung Ausdruck und formte aus Zeigefinger und Daumen einen Kreis.

Bei allem Siegeswillen sind ihm Rekorde allerdings eher unwichtig. Sobald er an der Startlinie stehe, wolle er gewinnen, ebenso wie Daniel Unger, der in Bad Saulgau lebt und im Sommer wie Thomas Hellriegel für das Team des SSV Ulm 1846 antreten wird. "Ich sehe in Ulm große Perspektiven für mich für die Zeit nach dem Leistungssport", verriet er auf dem Podium, das von Hans-Uli Thierer und Tina Zander von der SÜDWEST PRESSE geleitet wurde.

Unger will in Ulm ein Sportgeschäft eröffnen und stellt sich bei dem Triathlon im Sommer einer ganz besonderen Herausforderung. "Schlag den Unger" heißt eine Wette über 5000 Euro, die bekommt, wer den Weltmeister von 2007 im Wettkampf schlägt. Noch zwei Jahre will der 34-Jährige als Profi auflaufen, dann sei Schluss. Schließlich hat er Familie mit zwei Kindern, die ihn während der Trainingszeiten nur wenig zu Gesicht bekommen.

Den insgesamt 15 Kandidaten, die im Vorfeld ausgewählt wurden und sich jetzt auf ihren ersten Triathlon vorbereiten, rät er, auch den Mut zur Erholung zu haben. Man könne nicht 365 Tage im Jahr Triathlon machen, sondern müsse Körper und Geist auch Ruhe gönnen. Bis zum 28. Juli aber steht eher hartes Training an.

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