Trainer-Nachwuchs aus der Schule

43 Schüler aus Ulm und Umgebung haben sich zum DFB-Junior-Coach ausbilden lassen. Sie gehen nun als Übungsleiter-Helfer in die Praxis.

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Sportlehrer und Fußball-Trainer Christian Rettich mit dem Kurs am Anna-Essinger-Gymnasium.  Foto: 

Die letzten Schulwochen sind angebrochen, es ist heiß, die Arbeitsmoral auf dem Tiefpunkt. Doch nicht bei allen: 43 Schüler aus den beiden Essinger-Schulen, vom Schubart- und Scholl-Gymnasium sowie aus Blaubeuren und Ehingen haben eine Woche auf dem Kuhberg für die Lizenz zum DFB-Junior-Coach geschwitzt.

40 Stunden standen auf dem Plan. Die Woche war vollgestopft mit theoretischen und praktischen Teilen, niemand scheute sich, bis spätnachmittags noch auf dem Fußballplatz zu stehen. Denn die Lizenz gibt es nicht geschenkt. Erwartet wird auch, dass die Jugendlichen in die Praxis gehen. Viele Absolventen des vergangenen Jahres sind als Helfer in Vereinen eingesetzt.

In der Region hatte Organisator Christian Rettich für den Lehrgang geworben. "Da musste der eine oder andere Nachmittag weichen, um an so vielen Schulen wie möglich zu werben", sagt der Sportlehrer des Essinger-Gymnasiums. Aber das sei es ihm auch wert, angesichts des Nutzens, den die Schüler aus dieser Sache ziehen könnten. Denn das Training in einem Verein zu leiten und sich ehrenamtlich zu engagieren sei ein wichtiger Teil in der Entwicklung, betont Rettich.

Die Teilnehmer mussten sich auch theoretisches Wissen erarbeiten, lernten unter anderem, welche spezifischen Probleme in verschiedenen Altersstufen auftreten. Sie mussten zudem ihre Ergebnisse präsentieren. "Sicher vor einer Gruppe zu stehen, um einen Vortrag zu halten oder Anweisungen zu erteilen, braucht man nicht nur im Fußball, sondern vor allem in der Arbeitswelt", betont Rettich. Entsprechend fällt das Fazit der Teilnehmer aus. "Es hat mich persönlich weitergebracht", sagt etwa Fabian Hehnle.

Das Projekt "Junior Coach" soll Jugendlichen ab 15 Jahren die Arbeit in Vereinen schmackhaft machen. Organisiert wird es vom Deutschen und Württembergischen Fußball-Verband, der Lehrgang ist auch auf Fußball abgestimmt, aber leicht auf andere Sportarten übertragbar.

Die Jugendlichen haben die Möglichkeit, in der Ausbildung weiterzumachen. Im optimalen Fall haben sie bis zum Abitur die C-Trainer-Lizenz in der Tasche.

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