Tonnentausch startet: Alle Ulmer Haushalte bekommen neue Restmüll-Behälter

Der Austausch sämtlicher Restmülltonnen in Ulm hat begonnen. Nach und nach kommt jeder Abfuhrbezirk dran. Geleert werden die neuen, mit einem Chip versehenen Tonnen aber erst ab Januar.

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26.000 Restmülltonnen warten auf dem früheren Kässbohrer-Gelände in der Weststadt auf ihre Auslieferung. Sie sind die erste Fuhre – für mehr reicht der Lagerplatz nicht aus. Insgesamt werden rund 43.000 Restmüllbehälter ausgetauscht. Mit der Auslieferung haben die Entsorgungsbetriebe (EBU) die Firma c-trace beauftragt, die auch die Müllfahrzeuge mit der für die Chips notwendigen Technik ausrüsten. Ab Januar wird ein neues Müllsystem eingeführt, jede Leerung wird über einen elektronischen Chip registriert und abgerechnet.

16 Sprinter einer Mietwagenfirma stehen für die Auslieferung bereit. Die Mitarbeiter der Firma c-trace gehen nach Abfuhrbezirken vor. Sie arbeiten sich von außen nach innen vor: Zuerst sind die Ortsteile dran, am Schluss innerstädtische Viertel. Die großen Behälter mit vier Rädern (770 und 1100 Liter) werden gesondert geliefert, die Haushalte schriftlich über den Termin informiert.

Und so läuft die Lieferung ab: Die Mitarbeiter stellen die neuen, bereits mit Chip versehenen Mülltonnen vor den jeweiligen Häusern ab. Jede Tonne bekommt einen Aufkleber, auf dem unter anderem die Behälter-Nummer, die Adresse, der abgekürzte Name des Wohnungsinhabers und ein Barcode aufgedruckt sind. „Bei der Auslieferung werden Barcode und Chip miteinander verheiratet“, sagt EBU-Chef Michael Potthast. So ist sichergestellt, dass die richtige Tonne dem richtigen Haushalt zugeordnet ist. Wichtig ist dann nur noch, dass jeder Bewohner seine Tonne identifiziert und, um künftig Verwechslungen zu vermeiden, am besten markiert.

Das Grundmodell ist eine 120-Liter-Tonne. Sie wird mit 60- oder 80-Liter-Einsatz ausgeliefert. Der 40-Liter-Einsatz, den immerhin rund 30.000 Mülltonnen haben werden, wird vor der Haustür montiert und fest mit den Behältern verbunden. Aus einem einfachen Grund: So lassen sich viel mehr Tonnen auf einmal ausliefern, denn sie werden einfach ineinander gesteckt. „Das wäre nicht möglich, wenn sie schon vorher mit dem 40-Liter-Einsatz bestückt wären.“

Um die Tonnen besser unterscheiden zu können, haben sie unterschiedliche Griffe: die 60-Liter-Tonne in Rot, die 80-Liter-Tonne in Weiß, die 120-Liter-Tonne in Grün. Nur die 40-Liter-Tonne bleibt schmucklos dunkelgrau.

Geleert werden die neuen Restmülltonnen aber erst ab Januar. Bei der Umstellung heißt es aufgepasst: Nach dem letzten Abfuhrtermin im Dezember muss die neue Tonne befüllt werden, denn ab Januar werden die alten Mülltonnen nicht mehr geleert. „Das geht wegen dem Chip-System auch gar nicht mehr“, sagt Potthast.

Die alten Restmülltonnen gehören im Gegensatz zu den neuen nicht den EBU. Wer will, kann deshalb seine alte Tonne behalten und darin zum Beispiel Regenwasser sammeln. Wer sie loswerden will, kann sie ab Januar an den Gartenabfallplätzen abgeben. Die EBU holen sie aber auch kostenfrei ab: je nach Abfuhrbezirk ab 8. Januar in den Wochen, in denen keine Restmüllabfuhr stattfindet. Die alten Behälter werden recycelt. „Sie werden vermahlen“, sagt Dieter Hartl von c-trace. „Die Behälterhersteller sind ganz scharf auf das Material.“

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Neue Mülltonnen für Ulm

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